„Das wird die Kirsche auf der Torte“ | Neue Braunschweiger
20. Februar 2020
Kulturelles

„Das wird die Kirsche auf der Torte“

Zwei Braunschweiger Künstler und das Haus der Kulturen planen eine Klanginstallation

Stellten das Projekt vor (v.l.): Mona Al-Masri (Haus der Kulturen), Dr. Jörg Munzel (Bürgerstiftung Braunschweig), Cristina Antonelli (Haus der Kulturen), Hans Wesker (Klangkünstler), Parvin Hemmecke-Otte (Haus der Kulturen) sowie Audrey Grothe (Büro für Migrationsfragen, Stadt Braunschweig) Birgit Wiefel

Nordstadt. Wohnungsbau, Ringgleis, Campusbahn: Die Nordstadt boomt. Jetzt will das Haus der Kulturen die Blicke noch einmal mit einem Kunstprojekt auf das Quartier lenken. Eine Klanginstallation soll das Leben im Haus und im ganzen Viertel einfangen. Die Idee stammt von den beiden Braunschweiger Künstlern Clemens von Reusner und Hans Wesker.

„2017 haben wir unser ‘Klang-Haus’ bereits im Rahmen eines Wettbewerbs der Braunschweigischen Stiftung vorgestellt“, erzählt Hans Wesker. Das Künstler-Duo konnte damals überzeugen und gewann eines der mit 4000 Euro dotierten Stipendien. Blieb die Frage: Welches Haus würde sich eignen und – wer war bereit mitzumachen? Die Antwort war schnell gefunden.

„Stimmen und Sprachen, spielen bei der Installation eine große Rolle“, sagt Wesker über ein Kunstwerk, das einmal aus 16 großen, farbigen Klangtafeln an der Hausfassade bestehen wird. Das Haus der Kulturen im alten Nordbahnhof erfüllte diese Bedingungen perfekt. „Unsere Mitglieder mit ihrer großen sprachlichen Vielfalt werden Teil des Projekts“, war Cristina Antonelli, Leiterin des Hauses von der Idee sofort begeistert. Mehr noch: Die Installation setze ein Zeichen. „Das Klanghaus der Kulturen steht für Offenheit und Vielfalt, indem es die Töne und Stimmen der Menschen zusammenfügt“, sagt sie.

Rund 80 000 Euro wird die Installation, deren Fertigstellung 2021 geplant ist, am Ende kosten. Geld, das nun über Fundraising eingeworben werden soll. „In Braunschweig werden 150 Sprachen gesprochen, wer möchte, kann für eine von ihnen spenden“, stellt Cristina Antonelli die Idee vor. Angesprochen sind neben Einzelpersonen vor allem auch Unternehmen, die ein Statement für Offenheit und Vielfalt setzen wollen. Ihre Unterstützung zugesagt haben bereits die Bürgerstiftung Braunschweig, die Braunschweigische Stiftung und die Stadt, genauer das Büro für Migrationsfragen. „Die Nordstadt mausert sich zu einem Melting Pot und die Kirsche auf der Torte wird diese Installation sein“, ist Dr. Jörg Munzel, Vorstandsbeauftragter Kultur der Bürgerstiftung, überzeugt.

Informationen zum Projekt gibt Cristina Antonelli unter c.antonelli-ngameni@hdk-bs.de.

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