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Dattelpalmen an der Burg vor Eis und Frost gerettet

Exoten fanden warmen Platz in der Milleniumhalle – Betreibergesellschaft half zum Dank bedrohten Wüstenelefanten

Im Juli 2019 wurden die Dattelpalmen als lebendige Werbung für die Wüstenausstellung angeliefert. Vor dem Winter mussten sie ins Warme. Foto: Staatliches Naturhistorisches Museum

Innenstadt. „Die Wüste soll leben“ heißt die aktuelle Sonderausstellung in der Burg Dankwarderode, mit der das Staatliche Naturhistorische Museum auf diesen durch kriegerische Auseinandersetzungen und den Klimawandel bedrohten Lebensraum aufmerksam macht.

Damit auch die beiden rund fünf Meter hohen Dattelpalmen, die seit Juli für die Sonderausstellung im Burggraben Werbung gemacht hatten, diesen Winter überstehen, hat das Museum ein neuen Zuhause für die XXL-Pflanzen gesucht.

Mit Erfolg, hieß es auf Nachfrage. Die Betreibergesellschaft des Millenium Event Centers hatte ein Herz für die beiden Palmen und hat sie auf eigene Kosten ins Warme geholt. Außerdem bedankte sich das Unternehmen für die Dauerleihgabe mit „einer großzügigen Spende“ an das Mali Elephant Project.

Die letzten „Wüstenelefanten Malis“ waren seit 2012 durch Wilderer stark dezimiert worden. Unerschrockene Naturschützer unter der Führung der couragierten Engländerin Susan Canney schafften es, diese außergewöhnlichen Tiere zu retten, indem sie eine Absprache mit der einheimischen Bevölkerung trafen. Das Naturschutzprojekt wird in der Ausstellung, die bis zum 1. März 2020 zu sehen ist, vorgestellt. Im Museum in der Pockelsstraße werden kleinere Wüstenbewohner gezeigt, hier sind Stachelmäuse, Wanderheuschrecken oder auch der „Apothekerskink“ zu sehen.

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