Dem Meister ein Bein stellen

Basketball: Damen-Bundesligist Eintracht empfängt heute (17 Uhr, Alte Waage) Keltern

In der Alten Waage sind Maggie Mulligan (links), Shawnte Goff (rechts) und die Eintracht noch sieglos. Das soll sich heute gegen den Meister aus Keltern ändern. Foto: Hübner/imago

Braunschweig. Mit einem Heimsieg am heutigen Samstag gegen den amtierenden Deutschen Meister, die Rutronik Stars aus Keltern, würden die Erstliga-Basketballerinnen der Eintracht vier Spieltage vor Schluss wohl vorzeitig den Klassenerhalt festzurren. Spielbeginn gegen die Gäste vom Nordschwarzwald in der Sporthalle Alte Waage ist um 17  Uhr.

„Wir sind gewachsen“, beschrieb Lionpride-Trainer Peter Kortmann nach dem hochdramatischen 72:68-Heimsieg gegen Nördlingen die positive Entwicklung seiner Mannschaft. Knappe Partien wie die Overtime-Krimis in Wasserburg oder gegen Nördlingen hätten die Löwinnen in der Hinserie wohl noch verloren. Auch, weil mit den nachverpflichteten Amerikanerinnen Shawnte Goff (15,0 Punkte pro Partie) und Janae Smith (16,3 Punkte, 9,8 Rebounds) zwei ganz wichtige Puzzlestücke noch fehlten. Seit die Aufbauspielerin und zuletzt die Centerin an Bord gekommen sind, macht es richtig Spaß, sich die Braunschweigerinnen anzuschauen. Und das hat sich auch im Klassement bemerkbar gemacht: Nach drei Siegen aus sechs Liga-Partien im Jahr 2019 ist das Kortmann-Team sogar auf Playoff-Rang acht geklettert.

„Wir haben für die verbleibenden vier Spieltage eine richtig gute Ausgangsposition“, beschreibt Vereinsmanager Sven Rosenbaum die Lage. „Unser großes Ziel ist es, in den nächsten Spielen mindestens einen Sieg einzufahren, weil wir nicht glauben, dass eine Mannschaft hinter uns noch drei Siege einfahren wird.“

Mit einem heutigen Erfolg wäre der angepeilte und zu Saisonbeginn noch in weiter Ferne liegende Klassenerhalt also fast perfekt. Gegen Keltern wird das allerdings sehr schwer. Der Titelverteidiger steht derzeit auf Tabellenplatz vier, hat sieben Siege mehr geholt als die Niedersachsen und konnte das Hinspiel Anfang November deutlich mit 76:62 für sich entscheiden.

Für das Lionpride geht es heute auch darum, eine Negativserie zu beenden. Die Sporthalle Alte Waage, zweite Heimspielstätte neben der Lindenhalle Wolfenbüttel, ist für die Mannschaft bisher noch kein gutes Pflaster. Beide Liga-Heimspiele in der Braunschweiger Weberstraße wurden recht deutlich verloren, im Pokal-Viertelfinale am 6. Januar gab es dort gegen Mitaufsteiger Freiburg sogar eine richtige Abreibung (45:70).

Ihren Optimismus lassen sich die erstarkten Löwinnen durch eine solche Statistik jedoch nicht nehmen. „Es ist für uns immer möglich, an einem guten Tag auch etwas zu holen“, glaubt Coach Kortmann auch gegen Keltern an eine Siegchance seines Teams.

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