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Den Gegner bloß nicht unterschätzen

Football: Im Lokalderby treffen die Lions heute im Stadion auf die Hildesheim Invaders

Will den Gegner nicht unterschätzen: Lions-Spieler Jacob Schridde (83). Foto: Karsten Reißner

Von Daniel Beutler, 17. August 2018
Braunschweig. Mit den Hildesheim Invaders empfangen die New Yorker Lions heute den Lokalrivalen der Football-Bundesliga im Eintracht-Stadion (16 Uhr). In der Tabelle liegt zwischen beiden Mannschaften derweil einige Distanz: Die Lions gehen als Tabellenführer in das Duell, die Invaders als Vorletzter. Mit bereits sechs Punkten auf der Habenseite müssen sich die Gäste aber nicht sonderlich um einen möglichen Abstieg sorgen. Schlusslicht Hamburg ist punktlos. Die Hildesheimer können befreit aufspielen, haben nichts zu verlieren.

Und so ist Marschroute für die Lions klar. Bloß nicht den Gegner unterschätzen. „Das ist einer der größten Fehler, den man machen kann“, betont Jacob Schridde. Der Defense End, und je nach Spielzug auch Linebacker der Lions hat sich jüngst zum vereinsinternen Rekordhalter aufgeschwungen. Gegen Köln gelang ihm vor einer Woche sein 69. Quarterback-Sack. Damit überholte er den bisherigen Rekordhalter Robert Flickinger. Unterschätze man den Gegner, zeige man auch keinen Respekt, sagt Schridde. Das passe nicht zu den Lions.

Cheftrainer Troy Tomlin sieht in dem Spiel ohnehin ein „sehr wichtiges“. Die Invaders haben schließlich bereits bewiesen was passiert, wenn man sie unterschätzt. So schlugen sie die Kiel Baltic Hurricanes (15:14) und die Potsdam Royals (14:0). Die Royals sind dabei das Paradebeispiel, was passiert, wenn man den Gegner unterschätzt – das Hinspiel hatten sie noch 56:0 gewonnen.

Ähnlich deutlich setzten sich die Braunschweiger im Hinspiel durch. Der 51:6-Sieg habe aber keinen großen Wert mehr. „Sie haben einen neuen Quarterback, der die Invaders noch mal verbessert hat“, weiß Tomlin. Seit Anfang Juli steht mit Tyler Johnson ein US-Amerikaner auf der Kommandobrücke des Angriffs, der sich mit dem bisherigen Spielmacher Shazzon Mumphrey die Aufgaben teilt. Das macht den Invaders-Angriff schwerer ausrechenbar. Mit Jaleel Awini wurde zudem ein weiterer Spieler verpflichtet. Der Allrounder ersetzt den verletzten Phil Gamble.

Aufhalten sollte das veränderte Gesicht der Gäste die Lions auf dem Weg zum Sieg aber nicht. Sie sind klarer Favorit. Im dritten Spiel nach der Sommerpause geht es für die Hausherren zwar immer noch darum, weiter in den richtigen Rhythmus zu kommen und Fehler zu minimieren – das ist aber nur noch Detailarbeit vor den restlichen Partien gegen Dresden, Berlin und Kiel.

„Auf die freuen wir uns klar. Wir kennen den Spielplan. Aber: Wir schauen nur aufs nächste Spiel. Dem gilt unser ganzer Fokus“, betont Schridde, der seinen Fokus noch genauer ausrichtet: Auf den gegnerischen Spielmacher und Sack Nummer 70 und da wird dann auch noch lange nicht Schluss sein.

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