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Den Hospizgedanken auch in die anderen Kulturen der Stadt bringen

Erika Borek, Vorsitzende der Hospiz Stiftung, bedankte sich bei Mitarbeitern und Spenderinnen

Neujahrsempfang für Damen (von links): Patrick Farrell, Svetlana Kundish, Erika Borek und Petra Gottsand. Foto: Ingeborg Obi-Preuß

Westliches Ringgebiet. „Sie müssen meine kleine Ansprache auch dieses Jahr über sich ergehen lassen“, sagte Erika Borek zur Begrüßung der rund 80 geladenen Frauen im Raum der Stille im Hospiz am Hohen Tore. „Neujahrsempfang für Damen“ heißt das Event, zu dem die Vorsitzende der Hospiz Stiftung alljährlich Frauen einlädt, die ihr und ihrer Idee eng verbunden sind.

Die Idee „stationäres Hospiz in Braunschweig“ wäre ohne Erika Borek nur eine Idee geblieben. Mit Kraft, Geld und immer breiter werdender Unterstützung hat sie gegen massive Widerstände das Hospiz am Hohen Tore ermöglicht.
Jetzt, im zwölften Jahr, ist es nicht mehr wegzudenken, ein modern geführtes Haus. So blieb ihr an diesem Abend nur, sich zu bedanken, für alle Mitarbeiter hatte sie einen Blumenstrauß mitgebracht.

Und sie konnte ihren Gästen etwas bieten: Svetlana Kundish, Kantorin an der jüdischen Gemeinde, und ihr Begleiter Patrick Farrell boten ein musikalisches Programm, das die „Damen“ zu Beifallsstürmen hinriss. „Svetlana Kundish passt auch deshalb so gut zu uns, weil wir hier aktuell ein Integrationsprojekt leben“, erzählte Borek. Die in der Ukraine geborene Sängerin verband ihre Lieder mit ihrer Familiengeschichte.

Hospizleiterin Petra Gottsand lobte Sozialarbeiterin Steffi Au für ihre Arbeit im Integrationsprojekt. „Wir wollen den Hospizgedanken auch in andere Kulturen in unserer Stadt tragen“, erklärte sie.
Zwölf Plätze hat das Hospiz, im vergangenen Jahr sind 180 Menschen dort aufgenommen worden. 95 Prozent des Haushaltes von rund 150 000 Euro tragen die Krankenkassen, aber fünf Prozent muss das Hospiz selbst aufbringen. „Deshalb sind Spenden für unsere Arbeit, für unsere Mitarbeiter so wichtig, sie kommen direkt unseren Bewohnern zugute“, sagte Borek.

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