Den Löwen drohen hohe Verluste | Neue Braunschweiger
14. März 2020
Sport

Den Löwen drohen hohe Verluste

Basketball: Auch die Bundesliga pausiert

Ob Scott Eatherton (Mitte) und seine Löwen in dieser Saison wohl noch eine Partie absolvieren werden? Foto: Reinelt/oh

Braunschweig. Als die US-Profiliga NBA in der Nacht zu Donnerstag bekanntgab, ihren Spielbetrieb auf unbestimmte Zeit einzustellen, ahnten viele Basketball-Fans bereits, was später am Tag auch auf die Basketball-Bundesliga zukommen würde. Beim Treffen der Geschäftsführung und der 17 Klubs in Stuttgart wurde beschlossen, den Spielbetrieb bis aus weiteres auszusetzen. Der 95:89-Erfolg beim Mitteldeutschen BC bleibt also vorerst – wenn nicht überhaupt – die letzte Partie, die die Löwen-Basketballer in dieser Saison bestritten haben.

„Um der weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, ist es alternativlos, den Spielbetrieb vorübergehend einzustellen. Die Gesundheit von Spielern, Mitarbeitern und Zuschauern hat für uns oberste Priorität. Wir arbeiten weiter an einer Lösung, um die Saison sportlich zu Ende zu bringen“, bekräftigt Löwen-Geschäftsführer Sebastian Schmidt. Innerhalb der nächsten 14 Tage wollen sich Liga und Klubs wieder zusammensetzen, um „die dann aktuelle Lage und mögliche Szenarien und Handlungsoptionen“ zu besprechen, gab die BBL bekannt.

Für viele Vereine könnte ein vorzeitiges Saisonende existenzbedrohende Züge annehmen. „Das ist die größte Krise in der Geschichte der BBL“, sagte etwa MBC-Geschäftsführer Martin Geissler der Deutschen Presse-Agentur. Eine Saisonfortsetzung zu einem späteren Zeitpunkt wäre für die Vereine die beste Lösung.

Die Braunschweiger, nach 20 Partien Tabellenelfter, haben erst neun ihrer 16 Saison-Heimspiele absolviert. Sollten die übrigen sieben nicht mehr stattfinden, würden den Löwen Zuschauereinnahmen von „300 000 bis 450 000 Euro“ wegbrechen“, sagte Schmidt Anfang der Woche der Braunschweiger Zeitung.

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