Der 35. Okerjazz fällt ins Wasser | Neue Braunschweiger
29. Juli 2020
Buntes

Der 35. Okerjazz fällt ins Wasser

Saratoga Seven, das Steigenberger Hotel und die NB: Eingespieltes Team bedauert Absage

Die Saratoga Seven beim Okerjazz. Archiv-Foto: Birgit Wiefel

Bürgerpark. Der Jazz an der Oker und mit ihm die Saratoga Jazz Band stehen für Sommer, Sonne und nicht zuletzt Solidarität. Schließlich spendete die Band ihre Gage stets für einen guten Zweck. Doch in diesem Jahr wird es nichts mit guter Laune und beschwingter Musik.

Coronabedingt ist die vom Steigenberger Hotel und der Neuen Braunschweiger organisierte Traditionsveranstaltung, die immer am ersten Augustwochenende stattgefunden hat, abgesagt worden. Statt Jazzkonzert nun eher ein Trauerspiel. Bandleader Horst Popanda und die anderen Mitglieder der Band sind traurig. „Wir finden das schlimm“, sagt Popanda. Der Jazz an der Oker reiht sich in die Liste der anderen Konzerte, die schon alle gestrichen worden sind. „Das wäre jetzt der 35. Okerjazz geworden“, bedauert Popanda.

„Keep swinging …“ lautet das Motto der Saratoga Seven, deshalb verwundert es auch nicht, dass Horst „Pops“ Popanda mit Blick in die Zukunft sagt: „Wir machen weiter – auf jeden Fall! Wir sind voller Tatendrang!“ Er und die anderen Musiker hoffen auf einen 35. Jazz an der Oker im nächsten Jahr, vielleicht mit ein paar Neuerungen …

In mehr als drei Jahrzehnten ist es gelungen, mehr als 150 000 Euro an Spendengelder für karitative Einrichtungen zusammenzubringen. „Dafür bedankt sich die Band bei allen spendenwilligen Zuhörern, Zaungästen, beim damaligen Café Okerterrassen, dem Hotel Steigenberger und auch der NB. Der Okerjazz ist eine durch und durch erfolgreiche Veranstaltung, an der es sich lohnt festzuhalten.“

Bis dahin versuchen die Musiker, sich ihre gute Laune nicht verderben zu lassen. Was gar nicht so einfach ist, denn das Jahr 2019 war so bescheiden zu Ende gegangen, wie 2020 beginnen sollte: mit Absagen. Zunächst hatte die Band ihren Weihnachtsjazz in der Stadthalle wegen vieler organisatorischer Probleme im Vorfeld und Unsicherheiten mit dem Kartenvorverkauf abgesagt, dann platzten viele Auftritte wegen der Coronapandemie.

Mittlerweile gibt es aber auch wieder gute Nachrichten. Bei Auftritten im Februar (Schloss Wolfsburg) und im Juni in Nordsteimke, im Park der Familie von der Schulenburg, durften die Musiker erleben, wie der Jazz seine Wirkung entfaltete. „Und die Menschen förmlich aufgeatmet haben“, sagt Klarinettist Popanda. Daran soll beim nächsten Auftritt am 25. September in der Porschestraße in Wolfsburg angeknüpft werden. „Jazz & more“ heißt die bekannte Veranstaltung, die auf diesen Termin verschoben worden ist.

Mangels Auftrittsgelegenheiten haben sich die Musiker in diesem Jahr erst zwei Mal zum Üben getroffen. Horst Popanda: „Immer bei jemandem im Garten mit genügend Abstand – das war auch ganz schön.“

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