Der Adler freut sich für die Löwen | Neue Braunschweiger
3. Juli 2020
Sport

Der Adler freut sich für die Löwen

Ex-Nationalkeeper Bernd Franke lobt Eintracht-Coach Marco Antwerpen – Und will mal im Stadion vorbeischauen

Spielerlegende Bernd Franke stand von 1971 bis 1985 für die Eintracht im Tor. Jetzt freut er sich mit seinem früheren Verein über den Aufstieg. Foto: Imago /Sportfotodienst

„Ich freue mich riesig, das haben die Jungs toll gemacht, auch wenn es zum Schluss ein bisschen knapp geworden ist“, zeigt sich Eintracht-Legende Bernd Franke angesichts des Zweitligaaufstiegs seines langjährigen Vereins überglücklich, als wir ihn telefonisch erreichen.

Für den 72-Jährigen, der von 1971 bis 1985 in 423 Spielen an der Hamburger Straße zwischen den Pfosten stand, ist der große Erfolg trotz aller Dramatik hochverdient: „Ich habe die Saison natürlich intensiv verfolgt; sie hatten zu Hause zwar öfter Schwierigkeiten, haben sich in der entscheidenden Phase aber stabil gezeigt, was aufgrund der Corona-Situation sicher alles andere als einfach gewesen ist.“

Die extrem unglückliche Last-Minute-Niederlage in Zwickau am vergangenen Wochenende bescherte allerdings auch dem ehemaligen Nationalkeeper einen kurzen, bangen Moment: „Die Art und Weise hat mich ein wenig an den HSV erinnert, umso schöner, dass sie im Spiel danach schon den Aufstieg feiern konnten.“ Respekt hat der ehemalige Löwen-Keeper auch vor der Leistung von Marco Antwerpen, der es schaffte, aus den Gegebenheiten das Maximum herauszuholen: „Er musste aus dem vorhandenen Spielermaterial eine Mannschaft formen, das schafft nicht jeder Trainer.“ Verstärken sich die Löwen nun gezielt, sieht Franke gute Chancen auf eine erfolgreiche Spielzeit im Unterhaus: „Wenn sie bei der Spielerauswahl ein gutes Händchen haben, sollte es gelingen, die Klasse zu halten.“

Er selbst plant in der kommenden Saison, zumindest ein oder zwei Spiele seines ehemaligen Vereins live zu verfolgen: „Ich bin ein paarmal im Jahr in Braunschweig und hoffe natürlich, dann auch mal ein Spiel im Stadion sehen zu können.“ Vielleicht bietet schon das 125-jährige Eintracht-Jubiläum im Dezember für ihn und seine Frau Hedi eine passende Gelegenheit für eine Stippvisite in der Löwenstadt: „Ich hoffe natürlich, dass die Feier stattfinden kann, vielleicht bekomme ich ja sogar eine Einladung“, schmunzelt Franke.

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