"Der Aufstieg mit Eintracht ist mein größter Erfolg" | Neue Braunschweiger
3. Juli 2020
Sport

„Der Aufstieg mit Eintracht ist mein größter Erfolg“

Stimmen zum Aufstieg der Eintracht in die 2. Fußball-Bundesliga

Aufstiegsfreude bei Trainer Marco Antwerpen (Eintracht Braunschweig) und Stephan Fuerstner (Eintracht Braunschweig) und Bernd Nehrig (Eintracht Braunschweig) Foto: Susanne Hübner

Der Jubel kannte keine Grenzen. Hier einige Kommentare zum Aufstieg: 

Eintracht-Trainer Marco Antwerpen: „Wir hatten eine Phase, in der es für uns etwas enger geworden ist, deshalb kam die Corona-Pause für uns zum richtigen Augenblick. Wir haben die Situation dann analysiert, die richtigen Schlüsse daraus gezogen und einen richtig guten Plan entwickelt. Außerdem haben die Jungs in den Kleingruppen super gearbeitet und sind in dieser schwierigen Zeit zusammengewachsen.
Wichtig war auch, dass die Führungsspieler in die richtige Richtung blicken. Ein Pluspunkt war zum Beispiel, dass uns zum Restart die zuvor verletzten Spieler Stephan Fürstner und Bernd Nehrig wieder zur Verfügung gestanden haben und wir mit unserem Co-Trainer Kurtulus Öztürk ein perfektes Bindeglied zwischen Trainerteam und Mannschaft hatten. Anschließend haben sie in fast jedem Spiel Mentalität gezeigt, Rück- und Gleichstände umgebogen, besser hat das in dieser Phase keine Mannschaft hinbekommen. Alle sind an der Aufgabe gewachsen.
Um meine eigene Zukunft mache ich mir keine Sorgen, der Aufstieg mit Eintracht ist mein größter Erfolg. Ich wollte immer so einen Verein trainieren, auch wenn ich zwischenzeitlich gemerkt habe, wie schwierig es sein kann die Erwartungshaltung zu managen. Mit Peter Vollmann bin ich im ständigen Austausch, über einen neuen Vertrag haben wir aber noch nicht gesprochen.“

Eintrachts Top-Torjäger Martin Kobylanski: „Das kann man alles gar nicht beschreiben! Wir sind eine Top-Mannschaft, haben uns nach der Corona-Zeit richtig gestrafft und sind wieder zurückgekommen. Jeder Einzelne hat dazu beigetragen, dass wir da oben stehen. Im Trainingslager haben wir uns gefragt, ob wir auf Platz neun rumdümpeln oder etwas reißen wollen. Gerade für mich war es wichtig, das Vertrauen zu bekommen. Es ist Wahnsinn, jetzt in die zweite Liga aufzusteigen. Nun gehe ich davon aus, dass mich meine Verlobte ein paar Tage nicht zu Hause sehen wird. Es ist aber abgesprochen, dass ich um die Häuser ziehen darf und werde.“

Eintrachts Top-Torjäger Martin Kobylanski (links). Foto: Susanne Hübner.

Eintracht-Legende Marc Pfitzner: „Wir haben uns in der Corona-Pause gefunden und anschließend die Tugenden Leidenschaft, Kampf und Herz auf den Platz gebracht. Das war gegen Mannheim, einer der spielstärksten Mannschaften der Liga, entscheidend. Es war Wahnsinn, die letzten Minuten vom Duisburg-Spiel in München auf der Leinwand zu sehen und dann aufzusteigen. Da machen wir heute eine Riesensause draus!“

Eintracht-Kapitän Bernd Nehrig: „Was hier abgelaufen ist, kann man nicht beschreiben, wir werden erst in den nächsten Tagen realisieren, was wir hier geschafft haben. Es ist Freude pur, auch wenn wir von außen zwischenzeitlich viel Prügel einstecken mussten. Es war in den letzten fünf Wochen ein absolutes Plus, so einen großen Kader mit so viel Qualität zu besitzen. Jeder war auf Sendung und stand unter Spannung, Chapeau an alle, die an den Erfolg geglaubt und alles andere ausgeblendet haben. Heute herrscht absolute Freude!“

Mittelfeldroutinier Stephan Fürstner: „Solche Geschichten schreibt nur der Sport, jetzt sieht man was in unserer Mannschaft steckt. Wir waren vor der Corona-Pause noch Neunter, da hätte jeder gerne ein Saisonfinale in Meppen unterschrieben, jetzt haben wir es sogar vorzeitig geschafft. Wir haben in der Pause einen totalen Glauben entwickelt, Großes zu erreichen und sind ruhig geblieben, was nicht selbstverständlich ist. Jetzt sollen die Jungs feiern, dass ist schon großartig, was wir geleistet haben. Dieser Spieltag ist symbolisch für die ganze Saison. Gut, dass wir in der komfortablen Situation gewesen sind, alles selbst in der Hand zu haben, auch wenn wir in Zwickau einen in die Fresse bekommen haben. Heute können wir uns bei Koby und meinem Herzensverein FC Bayern bedanken.“

 

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