Der Druck auf den MTV wächst

Drittliga-Handballer treffen in der Alten Waage auf Anhalt Bernburg

Abwehrarbeit: Kamil Pedryc und Phillip Krause vom MTV Braunschweig. Susanne Hübner

Braunschweig. Kurz vor Weihnachten geraten Braunschweigs Drittliga-Handballer nochmal unter Zugzwang. Auf einem Abstiegsplatz stehend erwarten sie in der Sporthalle Alte Waage am Samstag (19.30 Uhr) mit dem SV Anhalt Bernburg eine Mannschaft, die nur drei Punkte Vorsprung hat.

Um den Abstand nicht zu sehr anwachsen zu lassen, Selbstvertrauen für das letzte Heimspiel des Jahres kommende Woche in der VW-Halle zu sammeln und die Negativserie zu durchbrechen, braucht es einen Sieg. Seit sieben Spielen wartet der MTV Braunschweig mittlerweile auf ein Erfolgserlebnis. Das vorerst letzte gelang Anfang Oktober vor heimischem Publikum gegen den TSV Altenholz.

„Da gibt es kein Vertun. Wollen wir unten herauskommen, also weg von den Abstiegsrängen, müssen wir gegen Bernburg gewinnen“, unterstreicht MTV-Trainer Volker Mudrow.

Mit dem SV kommt dabei ein durchgerüttelter Gegner nach Braunschweig. Der Trägerverein musste Insolvenz anmelden, ein Förderkreis hat den Spielbetrieb gesichert. Sportlich läuft es für die Bernburger etwas besser. Fünf Siege fuhren sie ein, vier davon in eigener Halle. Zuletzt gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel.

„Sie haben eine durchaus robuste Gangart auf dem Platz“, sagt Mudrow über den Ostklub. Dem müssen sich die Braunschweiger mit Einsatz und Tempo stellen. Dabei gilt es dann, die Fehlerrate zu reduzieren, die zuletzt den Siegesambitionen des MTV einen Strich durch die Rechnung machte. Zugleich gilt es, die Abwehr zu stabilisieren, die in den vergangenen drei Spielen mit 34, 29 und 35 zu viele Gegentore zugelassen hat.

Da ist besonders Bernburgs Nico Richter im Fokus: Mit insgesamt 102 Treffern ist er der beste Werfer der Gäste und ligaweit der viertbeste Torschütze.
„Wir müssen wach, schnell und robust agieren. In der Abwehr und im Angriff“, benennt Mudrow wichtige Zutaten für einen möglichen Erfolg. Gelingt das, ist ein Sieg realistisch und greifbar.

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