Der erste eigene Song ist fertig

The-Voice-Kids-Teilnehmerin Maxima hat ihr erstes Lied komponiert – Video ab sofort im Netz

Großer Auftritt am vergangenen Wochenende von Maxima in Berlin: Maxima (links), Benicio und Diana stellen sich kurz vor ihrem Auftritt im Hyatt den Fotografen. Privat

Innenstadt. „Price Tag“ von Jessi J. war der erste Coversong, den Maxima auf einer Bühne performte, jetzt hat sie ihren ersten eigenen Titel auf Youtube gepostet: „Find your own way“ heißt das Stück und handelt von den großartigen Gefühlen und Erlebnissen ihrer noch jungen Karriere: vom Glück und Erfolg, von neuen Begegnungen, von Zuneigung und Unterstützung, aber eben auch von ersten Erfahrungen mit den Schattenseiten des Ruhms.

„Manche Freundschaften haben sich verändert“, sagt sie nachdenklich, „ich habe auch schon Missgunst und Spott kennengelernt.“ Dabei ist Maxima Clavey erst 14 Jahre alt und von Ruhm kann noch keine Rede sein. Zwischen dem Jessi J.-Song im Urlaubshotel an der türkischen Rivera und ihrer jetzt vorgelegten Eigenkomposition liegen sieben Jahre. Eine Zeit, in der sich viel verändert hat.

„Ich habe schon immer gesungen“, blickt Maxima zurück, „bei jedem Familiengeburtstag bin ich mit dem ‘Roten Pferd’ um den Tisch getanzt. „Ein richtige kleine Rampensau“, erzählt sie lachend, „aber nur, wenn ich singe, sonst bin ich eher schüchtern.“ Ballett, Tanz, Gesang, Sport – Maxima durfte alles ausprobieren, „meine Eltern haben mich immer unterstützt“, sagt sie und strahlt ihre Mutter an.

Schon früh hat sie begeistert „Voice Kids“ geguckt und von einem Auftritt in der Kultsendung geträumt, eifrig ging sie zum Gesangsunterricht, schulte ihre Stimme, trainierte Atemtechniken. „Und irgendwann habe ich mit meinem Handy ein Bewerbunsgsvideo gedreht“, erzählt sie. „Ich bin Maxima Clavey …“ sagt das junge Mädchen in dem Clip und fängt an zu singen: „If I ain’t got you“ von Alicia Keys.

Es vergehen Wochen, ohne dass Maxima etwas hört. Endlich ­– eine Einladung zum Casting nach Hamburg, 200 bis 300 Kinder und Jugendliche wuseln umeinander, viel Aufregung, viele Tränen.
„Ich wurde mit fünf anderen Kandidaten in einen Raum gebeten, nacheinander sang jeder von uns ein paar Zeilen“, erinnert sich Maxima, „danach musste ich direkt weinen, ich dachte, die anderen sind viel zu gut.“
Aber sie war auch gut. Zumindest kam nach erneutem wochenlangen Warten die Einladung zu einem zweiten Casting nach Berlin. Und auch dort gab es ein freundliches Nicken von der Jury, ein paar Fragen zum Privatleben, aber eben noch keine Entscheidung.

Wieder Zuhause wurden Maxima und ihre Familie erneut auf eine Geduldsprobe gestellt. Wieder wochenlang.
Die erlösende Nachricht erreichte Maxima schließlich beim Tanztraining. Der Sender hatte die Überraschung gemeinsam mit der Familie und Freunden sorgsam vorbereitet. Maxima fiel buchstäblich aus allen Wolken, sackte weinend auf dem Tanzboden zusammen. „Meine Nerven lagen völlig blank“, lacht sie im Rückblick.

Die Show selber erlebt sie wie ein Märchen. Sie trifft Nena und Mark Forster, gehört schließlich zum Team von Max Giesinger. „Ein wunderbarer Mensch“, schwärmt sie, „er war auch für uns da, wenn die Kameras aus waren.“
Die Eltern der „Voice Kids“ sind immer dabei, es werden Hotelzimmer oder Appartements angemietet, gemeinsam wird gefiebert und gewartet. „Es war alles megaherzlich“ freut sich Mama Jacqueline Clavey. Sieger dieses Battles wird Benicio aus Maximas Gruppe.

Am Ende gibt es wieder viele Tränen, diesmal ist es Trennungsschmerz, der die jungen Sänger und Sängerinnen quält.
Aber am vergangenen Wochenende gab es ein Wiedersehen, zumindest mit Benicio und auch mit Diana, der Kandidatin aus Erfurt. Die drei Nachwuchssänger waren für eine Gala im Hyatt in Berlin gebucht.
„Wir gehen unseren Weg langsam und vorsichtig“, erklärt Jacqueline Clavey, die ihre Tochter in allen Belangen unterstützt, „wir suchen uns die Events genau aus.“

Und da waren schon echte Highlights dabei: ATP-Konzert mit Johannes Oerding, Saisoneröffnung beim HSV, Auftritt beim Sechs-Tage-Rennen, oder ein Konzertauftritt mit Max Giesinger, und – bislang der dickste Fisch – ein Songcontest in Bremen. Maxima hat gewonnen. Der erste Preis: Ein Tag im Tonstudio inklusive Videodreh. Da passte es ganz wunderbar, dass sie gerade ihren eigenen Song fertig komponiert hatte.

Und so kommt es, dass alle Welt sich jetzt ansehen kann, wie Maxima aus Braunschweig ihren Song „Find your own way“ performt. Ein aufwendig gemachter Clip, ihre besondere Stimme kommt wunderbar zum Tragen. „Find your own way“ – das passt, Maxima Clavey wird ihren Weg ganz sicher finden.

 

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