Der Verband möchte die Saison nicht abhaken | Neue Braunschweiger
2. Mai 2020
Sport

Der Verband möchte die Saison nicht abhaken

NFV veröffentlicht Fahrplan zum weiteren Umgang mit der unterbrochenen Spielzeit

Geht es nach dem Verband, wird man bald wieder packende Duelle wie hier in der Oberliga zwischen dem Freien Turner Marcel Schreyer (l.) und Jos Homeier vom 1. FC Germania Egestorf-Langreder sehen. Foto: Philipp Ziebart/BestPixels.de

Niedersachsen. Der NFV-Verbandsvorstand hat sich in seiner Sitzung am Dienstagabend auf einen Fahrplan über die weitere Vorgehensweise hinsichtlich der aktuell bis auf Weiteres unterbrochenen Saison 2019/20 verständigt. Dieser Fahrplan, der auf der NFV-Homepage einzusehen ist, sieht zunächst vor, die vielfältigen Vereinsmeinungen erneut zu bündeln und sie zu konkreten Vorschlägen zusammenzufassen.

Vor dem Hintergrund, dass Bund und Länder am 6. Mai über mögliche Lockerungender corona-bedingten Einschränkungen entscheiden, sollen die Vorschläge dann in einem weiteren Schritt bewertet, um anschließend im Verbandsvorstand die weitere Vorgehensweise spätestens am 11. Mai festzulegen.

Die Mehrheit der Vereine in den 33 NFV-Kreisen hatte sich nach einer Befragung bereits klar für einen Abbruch der Saison entschieden. „Dieses Votum respektieren wir natürlich. Die Vielzahl der unterschiedlichsten Rückkopplungen, die uns unmittelbar und mittelbar danach erreicht haben, zeigt aber auch, dass wir jetzt tiefer in die Thematik einsteigen müssen, weil immer noch ein nicht unerheblicher Informationsbedarf besteht“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath.

Jedem müsse klar sein, dass Abbruch nicht gleich Abbruch sei und dass es unterschiedliche rechtlich mögliche Szenarien gebe. Auf der Sitzung einigte sich der NFV-Verbandsvorstand zudem darauf, parallel in die konkrete Planung eines außerordentlichen Verbandstages einzusteigen, weil dieser erforderlich ist, um eines der möglichen Abbruchszenarien zur Umsetzung zu bringen. Die NFV-Satzung sieht für die Einberufung eine Frist von zehn Wochen vor. Distelrath: „Wir wollen zu einer Entscheidung nicht erst Mitte Juli kommen. Deshalb werden wir rechtlich prüfen, inwieweit sich eine verkürzte Ladungs- und Antragsfrist umsetzen lässt.“

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