Der VfL Wolfsburg setzt weiter auf Bruno Labbadia | Neue Braunschweiger
29. Mai 2018
Sport

Der VfL Wolfsburg setzt weiter auf Bruno Labbadia

1. Fußball-Bundesliga: Der Trainer soll zusammen mit Jörg Schmadtke ein neues Team formen – Admir Mehmedi sagt WM-Teilnahme ab

Bleibt beim VfL Wolfsburg: Cheftrainer Bruno Labbadia. Foto: regios24/Darius Simka

Von Jörg Kleinert, 29.05.2018

Wolfsburg (jk). Der VfL Wolfsburg setzt weiter auf Bruno Labbadia. Der Ex-Profi bekommt damit die Chance, sein Retter-Image in der Fußball-Bundesliga loszuwerden. In der Vergangenheit hatte der 52-Jährige bereits den VfB Stuttgart und den Hamburger SV in Abstiegsnot übernommen und zum Ligaerhalt geführt.
In Wolfsburg erhält Labbadia nun die Chance, den Nachweis zu erbringen, dass er eine Mannschaft formen und besser machen kann. Genau diesen Nachweis hat er bislang aber noch nicht angetreten. Und auch der „Retter“ – so verkündete er es bereits am Abend der erfolgreich bestandenen Relegationsspiele gegen den Zweitliga-Dritten Holstein Kiel – hat nach wie vor Lust auf den in den vergangenen beiden Spielzeiten wenig erfolgreichen VfL.

Gemeinsam mit Jörg Schmadtke, seit vergangener Woche Dienstag neuer Geschäftsführer Sport des VfL, soll Labbadia dem VfL ein neues Gesicht geben. In den kommenden Wochen werden Schmadtke, der offiziell erst am 1. Juli seinen Dienst in Wolfsburg antritt, sowie Labbadia die personellen Planungen vorantreiben und auch die Philosophie festlegen, wie der VfL wieder in erfolgreichere Bahnen geführt werden kann. Auf alle Beteiligten wartet nun jede Menge Arbeit.
„Wir haben intern nie in Zweifel gezogen, dass Bruno Labbadia unser Trainer bleibt“, sagte VfL-Geschäftsführer Wolfgang Hotze der Deutschen Presse-Agentur. „Da wird viel Wirbel um nichts gemacht.“ Labbadias Vertrag in Wolfsburg läuft bis 2019, der Verein hätte diesen per Klausel jedoch beenden können. Aber dazu kommt es nun nicht.

Wenig Grund zur Freude hat derweil VfL-Akteur Admir Mehmedi, der in der Winterpause aus Leverkusen zum VfL gewechselt war und der seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen aufgrund einer Fußverletzung beim Kampf um den Klassenerhalt nicht weiterhelfen konnte. Auch seiner Schweizer Nationalmannschaft wird der 27-Jährige in diesem Sommer bei der Weltmeisterschaft in Russland nicht weiterhelfen können. Mehmedi hat seine Teilnahme an der WM abgesagt. Grund ist der Bänderriss im Fuß, den sich der Schweizer Mitte März zugezogen hatte. „Trotz hartem Training und Wiederaufbau sind Rückstand und Risiken jedoch wahrscheinlich zu groß, um mit der gewohnt guten Leistung an der WM teilzunehmen“, sagte Mehmedi.

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