• Home
  • > >
  • Die A 2 ist der Unfallschwerpunkt der Region

Die A 2 ist der Unfallschwerpunkt der Region

Jahresbericht der Autobahnpolizei Braunschweig: Geringfügig mehr Unfälle, aber mit insgesamt schlimmeren Folgen

Bilder, die man viel zu häufig von der A2 sieht: Nach einem Auffahrunfall mit drei LKW Anfang April wurde das Fahrerhaus dieses Fahrzeugs eingedrückt. Foto: Feuerwehr Braunschweig

Braunschweig. Es sind 68,9 Kilometer zwischen der Landesgrenze Sachsen-Anhalt und der Anschlussstelle Hämelerwald auf der Autobahn 2. Das ist etwa ein Drittel des von der Autobahnpolizei Braunschweig zu betreuenden Bereichs. Und doch kracht es dort besonders häufig und folgenschwer, wie aus dem Jahresbericht der Verkehrshüter hervorgeht.

„Die Senkung der Unfallzahlen und der schweren Folgen, insbesondere auf der BAB 2, bleibt weiterhin eine der Kernaufgaben der Autobahnpolizei Braunschweig“, verkündete Andreas Lübke, Leiter der Autobahnpolizei am Freitag. Gemeinsam mit dem Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Autobahnpolizei Braunschweig, Armin Loske, stellte er die Unfallzahlen für das Jahr 2018 vor und erläuterte die Hintergründe sowie die Unfallfolgen. Hauptunfallursachen sind nach wie vor eine nicht angepasste Geschwindigkeit, ein zu geringer Sicherheitsabstand und Fehler bei Fahrstreifenwechsel. Das und andere Ursachen, wie Ablenkung, führte zu insgesamt 2165 Unfällen auf den „Braunschweiger“ Autobahnen, 1093 davon allein auf der A 2. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von 1,3 Prozent.

Andreas Lübke. Foto: Polizei/oh

Deutlich schlechter ist die Bilanz bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden (plus 13,2 Prozent) bei insgesamt 465 Personen, darunter 95 Schwerverletzte (plus 39,7 Prozent) und elf Tote (plus zwei).
In jeden zweiten Unfall auf der A 2 sind LKW verwickelt – mit schweren Folgen an den Stauenden: Sieben Tote gab es bei Zusammenstößen dieser Art zu beklagen.

Der zweite Schwerpunkt der Autobahnpolizei ist mit 27 Prozent aller Unfälle die A 39 zwischen den Anschlussstellen Baddeckenstedt und Weyhausen. Hier gab es einen Unfalltoten zu verzeichnen (Vorjahr drei). Die vergleichsweise kurzen Stadtautobahnen A 391 und 392 sowie die A 395 in den Harz (ein tödlicher Unfall) bilden den restlichen Zuständigkeitsbereich der Braunschweiger Polizisten ab. Seit Januar ist dieser um rund sieben Kilometer gewachsen, da aus der A 395 und der B 6n die neue A 36 geworden ist.

Lübke kündigte auch für dieses Jahr Kontrollen an, die neben den Abstands- und Geschwindigkeitsüberwachungen auch den Bereich der Ablenkung durch etwa die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt.
Eine größere Herausforderung steht der Region mit dem geplanten Umbau des Südkreuzes A 39/A 36 bevor.

^