Die Aufholjagd geht weiter

Fußball: Eintracht entführt Punkte aus Zwickau – Sonntag zu Hause gegen Wehen Wiesbaden

Bernd Nehrig (7), hier im Kopfballduell, erzielte den so wichtigen 1:0-Siegtreffer für die Eintracht. Foto: Krieg/imago

Braunschweig. Die Löwen haben erneut zugebissen! Mit einem hart umkämpften 1:0-Erfolg beim FSV Zwickau blieb das Team von André Schubert auch beim Auswärtsauftakt in die Restserie ungeschlagen. Neuzugang Bernd Nehrig (56.) markierte vor 4125 Zuschauern den Treffer zum Sieg, der die Löwen vor dem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden (Sonntag, 14 Uhr) bis auf drei Zähler an das rettende Ufer heranrücken lässt.

Im ersten Durchgang hatten sich die Blau-Gelben gegen entschlossen auftretende Gastgeber äußerst schwer getan, so dass es mit einem aus Braunschweiger Sicht schmeichelhaften 0:0 in die Pause ging. Danach zeigten sich die Löwen erheblich verbessert, so dass Bernd Nehrig nach feiner Vorarbeit von Stephan Fürstner die Führung markieren konnte. Mit einer starken Mannschaftsleistung verteidigten die Löwen gegen entschlossene, oft aber auch durchsichtig agierende Gastgeber die Führung bis zum Schlusspfiff. „Du schießt ein Tor und lässt keines zu, das ist erstmal ein guter Ausgang“, war André Schubert zwar mit dem Ergebnis zufrieden, hatte an der Leistung seiner Mannschaft vor dem Seitenwechsel aber einiges auszusetzen: „Wir waren nicht wach, außerdem waren die Abstände zu groß. Durch schlechtes Anlauf- und Zweikampfverhalten hatten wir keine guten Umschaltmomente. Das einzig Positive war, dass wir defensiv halbwegs ordentlich verteidigt und bis auf eine Chance nichts zugelassen haben.“

Die Bewertung des zweiten Durchgangs fiel nicht zuletzt durch den Führungstreffer und die stabilere Defensivleistung deutlich positiver aus: „Wir haben die Punkte in der Pause angesprochen und versucht sie danach umzusetzen. Mit der Art und Weise, wie wir die zweite Halbzeit gespielt haben, können wir zufrieden sein. Es ist nicht einfach gegen Zwickau zu spielen, weil sie fast nur lange Bälle spielen, die schwer zu verteidigen sind; das haben wir jedoch ordentlich gemacht.“

Wie schon gegen Rostock war die routinierte Mittelfeldreihe um Marc Pfitzner, Kapitän Stephan Fürstner und Torschütze Bernd Nehrig ein wichtiger Mosaikstein für den Erfolg. „In der ersten Halbzeit war Bernd wie alle anderen gar nicht im Spiel, in der zweiten Halbzeit hat er sich über gewonnene Zweikämpfe, sichere Bälle und gutes Stellungsspiel ins Spiel gebracht“, lobte Schubert den Winter-Neuzugang, sah aber auch Vorbereiter Fürstner, Pfitzner und das junge Innenverteidigerduo Steffen Nkansah und Robin Becker mit einer starken Leistung: „Sie haben das gut gemacht.“

Fünf Punkte haben die Löwen durch die beiden jüngsten Erfolge auf den ersten Nichtabstiegsplatz aufgeholt, dennoch tritt Schubert vor dem anstehenden Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden auf die Euphoriebremse: „Wir haben anderthalb gute Spiele gemacht und die maximale Punktzahl geholt, das ist schon mal gut. Allerdings müssen wir nur auf die Tabelle schauen und wissen, dass es keinen Grund gibt nachzulassen und in Euphorie zu verfallen.“

^