Die Bilanz der Eintracht-Abgänge | Neue Braunschweiger
16. Oktober 2019
Sport

Die Bilanz der Eintracht-Abgänge

Hofmann Volltreffer, Rütten in der Kreisliga, Bulut noch ohne Einsatz

Philipp Hofmann im Zweikampf mit Tim Kruse bei seinem letzten Spiel für die Eintracht. Archivfoto: Imago

Braunschweig (evc). Sieben Spieler des Rückserienkaders aus der Vorsaison haben die Löwen im Sommertransferfenster verlassen. Viele davon konnten sich bei ihren neuen Clubs etablieren, andere kamen noch nicht wie gewünscht zum Zuge. Die NB blickt auf die teils ungewöhnlichen Verläufe zurück, die Eintrachts ehemalige Akteure seitdem genommen haben.

Philipp Hofmann (Karlsruher SC, 9 Einsätze, 6 Tore, 1 Vorlage): Der Angreifer verabschiedete sich mittels Ausstiegsklausel aus der Löwenstadt und heuerte beim Zweitligaaufsteiger KSC an. Die Badener landeten mit seiner Verpflichtung einen absoluten Volltreffer. Wie zuvor in Braunschweig avancierte der 26-Jährige zum Mann für die wichtigen Treffer und rangiert mit sechs Treffern auf Rang drei der Zweitligatorschützenliste.

Onur Bulut (Alanyaspor, noch ohne Einsatz): Als Erstligaspieler zu den Blau-Gelben gewechselt erlebte der Offensivmann einen heftigen Abstieg und war unter André Schubert zuletzt nur noch Edelreservist. Nachdem sich sein Abschied bereits zu Vorbereitungsbeginn angedeutet hatte, wechselte er nach einigem Hin und Her zu Alanyaspor. Dort stand er bereits siebenmal im Kader, kam bislang aber noch nicht zum Einsatz.

Nils Rütten (Germania Bauchem, 5 Einsätze, 12 Tore, 11 Vorlagen): Der Jurastudent entschied sich nach dem Klassenerhalt, dem schnelllebigen Profifußball den Rücken zu kehren und sich vorerst auf sein Studium zu konzentrieren. Seitdem kickt er „Just For Fun“ mit seinen Brüdern Sven und Lars in der Kreisliga C in Heinsberg bei Aachen. Dort läuft der 24-Jährige als Offensivmann auf und kann mit 23 Torbeteiligungen in nur fünf Spielen auf eine rekordverdächtige Erfolgsquote zurückblicken und steht mit seinem neuen Club an der Tabellenspitze.

Julius Düker (SV Meppen, 9 Einsätze, 2 Tore): Der aus Paderborn ausgeliehene Angreifer verließ seine Heimatstadt nach dem geglückten Klassenerhalt wieder und heuerte beim Ligakonkurrenten im Emsland an. Wie bei Eintracht verrichtet der Mittelstürmer dort allerdings vorwiegend Teilzeitarbeit. Angesichts dessen fällt seine Bilanz mit zwei Toren aus neun Einsätzen jedoch halbwegs ordentlich aus.

Christoph Menz (Viktoria Berlin, 6 Einsätze): Der Allrounder kehrte während der Vorbereitung einigermaßen überraschend zu seinem vorherigen Club zurück. Nachdem er seine Rotsperre aus der Vorsaison abgesessen hatte, debütierte er am dritten Spieltag gegen Lok Leipzig und flog erneut vom Platz! Seitdem er auf den grünen Rasen zurückgekehrt ist, musste der Hauptstadtclub noch keine Niederlage einstecken. Zuletzt trug der 30-Jährige sogar die Kapitänsbinde.

Jonas Thorsen (Horsens AC, 12 Einsätze, ein Tor eine Vorlage): Der Däne verhielt sich trotz seiner mehrmonatigen Nichtberücksichtigung vorbildlich und zeigte zu Vorbereitungsbeginn sehr gute Leistungen. Trotzdem verließ er die Löwen vor Saisonbeginn und heuerte bei seinem vorherigen Club an. Dort ist der Mittelfeldmann Stammspieler, kämpft mit den Jütländern jedoch gegen den Abstieg.

David Sauerland (RW Essen, 7 Einsätze): In den Hinrunde noch Stammspieler, kam das ehemalige Dortmunder Talent im neuen Jahr zu keinem weiteren Einsatz mehr und verließ die Löwen in Richtung Essen. Beim West-Regionalligisten kann der Rechtsverteidiger mit sieben Einsätzen bislang auf eine ordentliche Bilanz zurückblicken. Nach drei Niederlagen in Folge droht der ambitionierte Traditionsclub das Ziel, in den Profifußball zurückzukehren, jedoch aus den Augen zu verlieren.

Auch interessant