Die Dritte Liga verspricht Spannung | Neue Braunschweiger
19. Juli 2019
Sport

Die Dritte Liga verspricht Spannung

Viele Vereine sind in der Lage, ganz oben mitzuspielen

Werden in der Saison 2019/2020 wieder aufeinander treffen: Lucas Hufnagel von der SpvGG Unterhaching und Braunschweigs Marc Pfitzner. Archiv-Foto: Florian Kleinschmidt.

Die Fans der Drittligavereine dürfen sich auf eine spannende Spielzeit freuen.

Mit dem FC Ingolstadt wurde ein ehemaliger Bundesligist ins Teilnehmerfeld geworfen, dessen Klasse jedoch schwer einzuschätzen ist. Viele Leistungsträger verabschiedeten sich, allerdings gelang es, Abwehrchef Björn Paulsen zu halten und den Uerdingern ihren Torjäger Maxi Beister (13 Treffer) wegzuschnappen.

Auch beim Absteiger 1.FC Magdeburg folgte ein großer Aderlass, allerdings konnten die Bördestädter einige Stammspieler halten und holten mit Dustin Bomheuer, Sören Bertram und Jürgen Gjasula erfahrene Kräfte ins Boot.

Große Veränderungen gab es auch beim dritten Absteiger MSV Duisburg. Torsten Lieberknecht musste sich von Leistungsträgern wie Kevin Wolze und Cauly Olivera Souza verabschieden. „Leitwolf“ Moritz Stoppelkamp blieb den favorisierten Meiderichern jedoch erhalten, die mit Marvin Compper (Celtic Glasgow) einen Coup landen konnten.

Zum Favoritenkreis gehört auch der Hallesche FC. Die im Vorjahr von Coach Torsten Ziegner „gebaute“ Erfolgstruppe wurde durch Patrick Göbel, Dennis Mast und Jonas Nietfeld ergänzt, musste aber auch den Verlust von Marvin Ajani, Moritz Heyer und Braydon Manu hinnehmen.

Als „Wundertüte“ gehen die Würzburger Kickers ins Rennen. Leistungsträger wie Orhan Ademi, Jannik Bachmann, Simon Skarlatidis oder Caniggia Elva verließen die Franken, die sich mit jungen, vielversprechenden Akteuren wie Lion Schweers (Münster), Luke Hemmerich (Aue) oder Luca Pfeiffer (Paderborn) verstärkten.

In Rostock träumt man seit Jahren von der Zweitligarückkehr. Besonders der Verlust von Keeper Ioannis Gelios und Abwehrchef Oliver Hüsing schmerzt, mit der Verpflichtung von Keeper Markus Kolke (SV Wehen Wiesbaden) gelang jedoch ein echter Coup.

Nicht ganz ohne Sorgen blicken der FSV Zwickau und Preußen Münster in die Zukunft. Bei den Sachsen fehlt neben den überragenden Innenverteidigern Nico Antonitsch und Toni Wachsmuth auch Sturmtalent Lion Lauberbach, während sich bei den Westfalen die bärenstarke Offensive mit Martin Kobylanski, René Klingenburg und Cyrill Akono verabschiedete.

Kaum Verluste musste der 1.FC Kaiserslautern hinnehmen und strebt mit erfahrenen Kräften wie dem isländischen Sturmtank Andri Bjarnason die Zweitligarückkehr an.

Um den Aufstieg spielte lange auch die SpVgg Unterhaching mit. Wichtigster „Neuzugang“ ist der lange verletzte Torjäger Stephan Hain.

Die Münchner Löwen machten vor allem durch den Zwist mit Investor Ismaik auf sich aufmerksam. Lange fehlten deshalb die Mittel für neue Kräfte, die schließlich in Person von Dennis Erdmann (1.FC Magdeburg) und Rückkehrer Timo Gebhart (Viktoria Berlin) gefunden wurden.

Wieder nach oben möchte der KFC Uerdingen und griff für Neuzugänge wie Jan Kirchhoff (Magdeburg), Hakim Guenouche und Andreas Maxsö (beide FC Zürich) ebenso wie für Coach Heiko Vogel tief in die Tasche.

Kleinere Brötchen müssen künftig wohl der SV Meppen und Carl Zeiss Jena backen, wo trotz Klassenerhalts Leistungsträger verabschiedet werden mussten und kaum große Sprünge für Neuzugänge drin waren.

Bei „Dorfclub“ Sonnenhof Großaspach ging neben dem überragenden Keeper Kevin Broll auch der pfeilschnelle Makana Baku von Bord, allerdings kehrte mit Oliver Zapel ein erfahrener Coach an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Erleichterung über den Aufstieg herrscht bei Waldhof Mannheim und Viktoria Köln, die zuvor in mehreren Anläufen gescheitert waren. Während die Kurpfälzer auf eine eingespielte Mannschaft setzen, haben die finanzkräftigen Domstädter mit Mike Wunderlich einen Ausnahmespieler in ihren Reihen.

Der Chemnitzer FC spazierte in der Regionalliga zwar souverän zum Aufstieg, muss sich nach der Insolvenz im Vorjahr aber auf dem Transfermarkt zurückhalten.

Keine Sparzwänge hat hingegen der vierte Aufsteiger, die U23 des FC Bayern. Über zwei Millionen Euro ließen sich die „Roten“ die Neuzugänge Leon Dajaku, Sarpreet Singh und Timo Kern kosten.

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