„Die eigene Komfortzone verlassen“ | Neue Braunschweiger
31. Juli 2018
Sport

„Die eigene Komfortzone verlassen“

Fußball: Eintracht bei Hansa Rostock – Arnold dementiert Abdullahi-Wechsel zu St. Pauli

Torjubel: Eintrachts Onur Bulut erzielte zum Saisonauftakt den Ausgleich gegen den Karlsruher SC. Foto: Susanne Hübner

Von Elmar von Cramon, 31. Juli 2018
Braunschweig. Nach der Punkteteilung zum Heimauftakt gegen den Karlsruher SC müssen Eintrachts Drittliga-Fußballer auswärts ran und spielen am Freitag um 19 Uhr bei Hansa Rostock. Während Henrik Pedersen auf eine geglückte Saisonpremiere zurückblicken kann, ging der Start für die Rostocker komplett daneben. Nach einem 0:3 bei Aufsteiger Energie Cottbus steht das Team von Pavel Dotchev gegen die Löwen bereits unter Druck, einen Fehlstart abzuwenden.

„Ich bin sehr stolz auf meine Jungs, wie sie mit dem Druck und Widerstand umgegangen sind und wie mutig sie mit hoher Intensität gespielt haben“, war Henrik Pedersen nach seinem ersten Punktspiel als Eintracht-Coach zufrieden.

Trotz des Rückstands hatten sich die Blau-Gelben nicht aus dem Konzept bringen lassen und zeigten dem Braunschweiger Publikum, dass sie Pedersens Spielphilosophie verinnerlicht haben. „Wir waren gut vorbereitet auf Karlsruhe und arbeiten jeden Tag daran, Intensität, Leidenschaft und Mentalität aufrechtzuerhalten. Die dritte Liga ist knallhart, da musst du erst kämpfen, bevor du die Dinge spielerisch lösen kannst“, fordert der neue Eintracht-Trainer „die eigene Komfortzone zu verlassen“, um sich weiterzuentwickeln.

Das gelang vor allem Onur Bulut. Der 24-Jährige spulte ein Riesenpensum ab, ging trotz der Hitze viele Extra-Wege und krönte seine überragende Leistung mit dem Ausgleichstreffer: „Er hat ein tolles Spiel gezeigt und sich für seine Arbeit in den vergangenen Wochen belohnt. Er war ein gutes Beispiel für das, was unsere Mannschaft auszeichnet, auch wenn es für ihn nicht einfach war, innerhalb eines Jahres von der ersten in die dritte Liga zu kommen“, lobt der 40-Jährige den Außenbahnspieler und hofft, dass der Ex-Freiburger gemeinsam mit seinen Mitspielern auch in Rostock eine ähnliche Leistung abrufen wird: „Wir treffen auswärts auf einen starken Gegner, der spielerisch sehr stark ist und eine klare Spielphilosophie verfolgt“, erwartet der Däne die Hanseaten trotz der 0:3-Auftaktniederlage in Cottbus als hohe Hürde und rechnet damit, dass sich die Mannschaft erheblich steigert: „Sie werden sich im zweiten Spiel noch besser finden, ihre Spielweise war nicht der alleinige Grund für die Niederlage in Cottbus.“

Wieder mitwirken können die zuletzt angeschlagenen Ahmet Canbaz und Felix Burmeister (beide muskuläre Beschwerden), während Christoffer Nyman (Reha nach Leisten-OP) nach wie vor ausfällt. Gleiches gilt für den nicht spielberechtigten Suleiman Abdullahi, der zuletzt mit dem FC St. Pauli in Verbindung gebracht wurde. „Das ist reine Spekulation“, wiegelt Marc Arnold ab und plant seinerseits, in naher Zukunft die noch geplanten Offensivverstärkungen an Land ziehen zu können. „Ich hoffe, dass wir in den kommenden zwei Wochen soweit sind“, so der sportliche Leiter der Blau-Gelben.

Ex-Löwe Joseph Baffo muss derweil erneut auf Vereinssuche gehen, nachdem der Hamburger SV am Montag von seiner Verpflichtung Abstand genommen hatte. Der Schwede befindet sich nach seiner Kreuzband-OP im vergangenen Jahr noch nicht auf dem Leistungsstand, den sich die Hanseaten vorgestellt hatten, so dass sein Probetraining nach einem Medizincheck abgesagt worden war.

So könnten sie spielen: Engelhardt – Kijewski, Tingager, Burmeister, Becker – Amundsen, Fürstner, Thorsen – Canbaz (Franjic), Hofmann, Bulut.

Auch interessant