Die Eintracht darf weiter träumen | Neue Braunschweiger
16. Juni 2020
Sport

Die Eintracht darf weiter träumen

Braunschweig hat nach einem 0:0 in Ingolstadt noch beste Chancen auf den Aufstieg

In dieser Szene muss Eintracht-Torwart Marcel Engelhardt nicht eingreifen. Insgesamt war er gegen Ingolstadt immer zur Stelle. Foto: Oliver Strisch/imago images

Ingolstadt. Mit einer konzentrierten Defensivleistung sicherten sich die Löwen gestern beim 0:0 gegen den FC Ingolstadt einen wichtigen Zähler im Aufstiegskampf und hielten den Konkurrenten weiterhin auf Distanz. Zwar hatte die Elf von Marco Antwerpen in der Schlussphase nach mehreren Großchancen für die Hausherren auch Glück auf ihrer Seite, hätte die Partie durch zwei gute Gelegenheiten von Merveille Biankadi aber auch zu ihren Gunsten entscheiden können.

„Wir wussten, dass uns eine schwierige Aufgabe erwartet, Ingolstadt stand ein bisschen mit dem Rücken zur Wand und wollte unbedingt einen Dreier landen“, gab der Eintracht-Trainer nach dem Spiel zu Protokoll und war trotz einiger Großchancen der Gastgeber nicht unzufrieden mit seiner Defensive: „Ich hatte schon den Eindruck, dass wir vieles im Griff hatten. Dass du nicht immer alles kontrollieren kannst, ist – glaube ich – auch klar.“

Die Hausherren hatten von Beginn an deutlich gemacht, dass sie die Punkte behalten wollten und kamen schon in den ersten sechs Minuten zu drei Eckbällen. Einer davon brachte die erste Großchance für den FCI, nachdem Keeper Marcel Engelhardt den Ball in Bedrängnis nicht zu fassen bekam und einen FCI-Versuch aus der Kurzdistanz anschließend gut parieren konnte(5.).
Nachdem Lasse Schlüter für die Löwen den ersten Warnschuss abgegeben hatte, kam Eintracht zur ersten Großchance. Engelhardt schickte Marvin Pourié auf die Reise, der Merveille Biankadi bediente, dessen Direktabnahme Niko Antonitsch vor dem Tor blockte (19.). Dann waren wieder die Schanzer an der Reihe. Zunächst zielte Michael Gaus mit einem Heber daneben, bevor Engelhardt gegen den durchgebrochenen Dennis Eckert Ayensa auf dem Posten war und Maxi Beisters Nachschuss aus der Distanz mit einer Glanzparade über den Kasten lenken konnte(30.). Kurz vor dem Seitenwechsel fasste sich Mike Feigenspan nach einem Sprint an den Oberschenkel und musste verletzungsbedingt gegen Benjamin Kessel ausgetauscht werden.

Der zweite Durchgang begann mit einer Chance von Björn Paulsen, der von der Strafraumgrenze aus aber mehrere Stockwerke zu hoch zielte(46.), was einige Minuten später auch auf Filip Bilbija zutraf(48.).

Knapper wurde es bei Biankadis Versuch auf der Gegenseite, der nach einer Kopfballvorlage eines Ingolstädters nur knapp am linken Pfosten vorbeizielte (50.). „Wenn der reingeht, spielt uns das voll in die Karten, wir waren insgesamt aber nicht so effektiv wie in den letzten Spiele“, ärgerte sich Antwerpen.

In der von vielen Zweikämpfen geprägten Partie bauten die Gastgeber immer wieder Druck auf, konnten die sichere Blau-Gelbe Defensive aber nicht knacken. Außerdem fehlte oft die Präzision. In der Schlussphase setzten sich die Ingolstädter endgültig in der Braunschweiger Hälfte fest und blieben brandgefährlich. Zunächst klärte Steffen Nkansah per Kopf vor dem einschussbereiten Michael Gaus (80.), bevor der eingewechselte Fatih Kaya kurz vor Schluss gleich zwei Großchancen liegen ließ.
„Es war kein Leckerbissen heute“, befand Merveille Biankadi nach Abpfiff, betonte aber, dass die Löwen ihr gestecktes Ziel erreicht hätten: „Für uns ging es darum, bei einem direkten Konkurrenten etwas mitzunehmen.“

Mannschaft: Engelhardt (2,5) – Nkansah (3), Fürstner (2,5), Wiebe (3) – Schlüter (3,5), Pfitzner (3,5), Putaro (4) – BIankadi (3), Kobylanski(3,5), Feigenspan (4) – Pourie (3,5)

Eingewechselt: 40. Kessel (3) für Feigenspan; 64. Y. Otto (-) für Biankadi; 80. Schwenk (-) für Putaro.

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karte: Pourié

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