Die erste Hürde locker gemeistert

American Football: Die Lions erreichen das Halbfinale – Gegner am Samstag ist Frankfurt

Lions-Receiver Jan Hilgenfeldt (mit Ball) war am Samstag nur schwer zu stoppen. Foto: Hübner

Braunschweig. Die New Yorker Lions sind ohne große Mühe im Kampf um die Deutsche Meisterschaft ins Halbfinale einzogen.

Die Bundesliga-Footballer besiegten am Samstag die Munich Cowboys mit 59:14.
Die 3712 Zuschauer im Eintracht-Stadion sahen dabei nur im ersten Spielviertel einen Gegner, der die Hausherren forderte.

Die Gäste aus der Südstaffel, knapp Vierter geworden, erzielten die ersten Punkte. Ein Neun-Yard-Pass von Quarterback Trenton Miller auf Kai Silbermann beendete einen 80-Yard-Drive zur 7:0-Führung. Der Hallo-Wach-Moment für die Lions.

„Wir haben stark begonnen, aber schnell den Zugriff auf das Spiel verloren. Hut ab – die Lions haben richtig stark gespielt“, sagte Cowboys-Linebacker Effrich Parnell.

Dem Ausgleich nur kurze Zeit später folgte die Führung der Braunschweiger. Beide Male vollstreckte Wide Receiver Jan Hilgenfeldt nach kurzen Pässen von Lions-Spielmacher Jadrian Clark.

„Sie sind nicht umsonst Nordmeister. Wir haben hart gekämpft. Darauf können wir stolz sein“, unterstrich Münchens Cheftrainer Garren Holley. „München hat uns einen guten Fight geliefert.

Aber nach und nach haben wir die richtigen Adjustments gemacht und das Spiel dominiert“, bilanzierte Lions-Verteidiger Jacob Schridde und fügte an: „Die Cowboys haben uns unsere Schwächen aufgezeigt. Daran müssen wir arbeiten.“

Denn richtig locker von der Hand ging den Lions das Spiel erst nach der Halbzeitpause. Im dritten Viertel legten die Braunschweiger auf die 24:7-Pausenführung noch vier Touchdowns drauf.

„Es war ein harter Kampf, wie zu erwarten war. München war verdient in den Playoffs. Sie haben eine gute Offense, die mit schnellen Pässen gefährlich ist“, erwies Lions-Coach Troy Tomlin seinen Respekt.

Auf die konnte sich die Lions-Defense derweil voll und ganz konzentrieren. Mit insgesamt 27  Yards Raumgewinn durch Läufe kam da nicht viel von den Cowboys.

Das Passspiel konnte sich unter dem Dauerdruck der Defense-Line nicht entfalten. Vier Quarterback-Sacks und etliche Drucksituationen, die zu ungenauen Würfen führten, limitierten Miller.

Das gab der Braunschweiger Offense über das Spiel hinweg den Rückhalt, um sich in die Partie zu kämpfen. Letztlich die Grundlage für den verdienten Sieg.

Am Samstag (18 Uhr)kommt mit Frankfurt Universe der diesjährige Endspielgegner aus dem Big6-Turnier in die Löwenstadt. Frankfurt besiegte im Viertelfinale den doppelten Lions-Bezwinger Berlin Rebels mit 6:5.

Bei strömendem Regen holten sich die Hessen Sekunden vor Schluss die Führung via Field Goal.
Zuvor hatten sie einen Punt-Versuch der Rebels geblockt.

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