Die freien Werfer besser finden | Neue Braunschweiger
28. Oktober 2014
Sportliches

Die freien Werfer besser finden

Basketball-Bundesliga: Die Löwen spielen am Sonnabend (20.30 Uhr) bei starken Oldenburgern.

Nico Simon (l.) gehört zu den Spielern, die es von außen Dreier regnen lassen können. Foto: T.A.

Von Christoph Matthies, 29.10.2014.

Braunschweig. Das einzig wahre Niedersachsenderby: So könnte man die Partie zwischen Oldenburg und Braunschweig wegen der vielen brisanten Duelle bezeichnen. Am Sonnabend (20.30 Uhr) stehen sich in der EWE-Arena allerdings zwei Vereine mit gänzlich unterschiedlichen Zielsetzungen gegenüber.

Nach zwei Jahren als Trainer an der Hunte kann Ex-Braunschweiger Sebastian Machowski auf die Vizemeisterschaft 2013 und eine Halbfinalteilnahme in der vergangenen Saison zurückblicken. In der Vorschlussrunde kämpften die Oldenburger leidenschaftlich, mussten sich dem späteren Meister Bayern München aber doch mit 2:3 geschlagen geben.

Die Löwen treffen also auf ein Spitzenteam der Liga, und als wenn das noch nicht schwer genug wäre, müssen sie nach der deutlichen Pleite in Tübingen nun auch schon wieder auswärts ran. Zur Erinnerung: In fremder Halle durften die Löwen zum letzten Mal am 1. Februar jubeln, als in Quakenbrück ein Sieg nach Verlängerung gelang.

„Ich glaube, es ist noch zu früh, von einem Auswärtskomplex zu sprechen“, sagt Löwen-Trainer Korner hinsichtlich der zuletzt wenig erbaulichen Auftritte in der Fremde, in denen es manchmal an der Energie zu fehlen schien. In Oldenburg sei eine herausragende Leistung vonnöten: „Unsere Intensität muss von Anfang an da sein, sonst hängen die Trauben dort für uns zu hoch.“

Unzufrieden zeigte sich Korner zuletzt von einigen Offensiv-Entscheidungen seines Teams. „Wir haben zu viele offene Wurfoptionen übersehen und waren zu sehr damit beschäftigt, den Ball zum Korb zu tragen“, nennt der Trainer eine Fehlentwicklung. „Wenn die Defense kollabiert, steht außen einer frei“, zitiert der Österreicher aus dem Kleinen Basketball-Einmaleins und fordert, dass die freien Schützen am Perimeter künftig besser bedient werden.

Die Chance, in Oldenburg zu gewinnen, ist diesmal vielleicht so hoch wie selten. Aufbau-Ass Tywain McKee gab Montag überraschend seinen Abschied bekannt, sein Ersatz Mo Stuckey hat Knieprobleme. „Sie sind tief genug, um das zu kompensieren“, warnt Korner vor falschen Schlüssen. „Oldenburg hat einen Stamm von Spielern, der seit Jahren zusammenspielt. Das haben sie uns und fast allen in der Liga voraus.“

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