Die große Trauer am Tag danach | Neue Braunschweiger
17. Januar 2020
Allgemein

Die große Trauer am Tag danach

Elfjähriges Kind starb bei Unfall mit einer Straßenbahn – Ermittlungen zur Unfallursache laufen

Bei einem schweren Unfall mit einer Straßenbahn starb am Donnerstag ein elfjähriges Kind. Foto: Jörg Koglin / BZV-Archiv

Nordstadt. Eine Stadt in Schockstarre. Am Donnerstag ist ein elfjähriger Schüler im Siegfriedviertel unter eine Straßenbahn geraten. Das Kind starb noch an der Unfallstelle. Mitschüler hatten das Unglück mit angesehen. Etliche von ihnen sowie der 39-Jahre alte Fahrer der Straßenbahn stehen unter Schock.

Feuerwehr und Polizei waren mit mehr als 100 Einsatzkräften am Unfallort. Auch Notfallseelsorger waren herbeigerufen worden, die sich in einem nahen Café sogleich um die Schulkinder kümmerten. Zwei Kinder kamen vorsorglich ins Krankenhaus. Später wurden die anderen Schüler zurück in die Astrid-Lindgren-Schule gebracht, wo sich Mitarbeiter des Rettungsdienstes, Notfallseelsorger und Schulpsychologen weiter um sie kümmerten, bis sie in die Obhut der Eltern übergeben werden konnten. Der Straßenbahnfahrer wurde auch am Freitag weiter seelsorgerisch betreut.

Derzeit laufen die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang, sagte Carolin Scherf, Pressesprecherin der Polizei Braunschweig der NB. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte die Schülergruppe die Haltestelle Ottenroder Straße erreicht, als eine Tram der Linie 2 einrollte. Der Elfjährige sei in diesem Moment quer durch die Gruppe gelaufen, geriet auf dem Hochbord aus ungeklärter Ursache ins Stolpern und fiel auf die Gleise – direkt vor die Straßenbahn. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen.

Der Notruf  war gegen 14.15 Uhr am Donnerstag in der Leitstelle der Feuerwehr eingegangen. Um das Kind unter dem vorderen Straßenbahnwagen bergen zu können, musste zunächst die stromführende Oberleitung abgeschaltet und geerdet werden. Ein Feuerwehrkran hob die Straßenbahn anschließend aus dem Gleisbett. Die Ottenroder Straße sowie der umliegende Bereich waren bis 16 Uhr gesperrt.

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