Die Hansa-„Kogge“ soll versenkt werden

Eintracht Braunschweig empfängt am Sonntag Hansa Rostock

Lautstarker Dirigent: Eintracht Braunschweig Trainer Christian Flüthmann will am Sonntag weiterhin für Aufschwung sorgen. Foto: Imago

Braunschweig. Zwei Wochen nach dem 2:1-Erfolg über den KFC Uerdingen geht es für die Löwen wieder um Punkte. Am Sonntag um 14 Uhr empfangen die Blau-Gelben die Mannschaft von Hansa Rostock und wollen die Tabellenführung mit einem weiteren Heimsieg verteidigen oder sogar ausbauen.

„Ich bin ehrlich gesagt froh über die Pause gewesen“, erklärt Christian Flüthmann vor der Partie: „Egal ob es gerade einen positiven oder einen negativen Trend gibt, ich bin fest davon überzeugt, dass es den Spielern gut tut, mal durchatmen zu können.“ Neben der Integration der beiden neuen Akteure Patrick Kammerbauer und Kevin Goden ging es im Training vor allem um die Detailarbeit.

Den Gegner sieht der 37-jährige Eintracht-Trainer trotz des durchschnittlichen Saisonstarts als Spitzenteam und erwartet die Hansa- „Kogge“ nach dem jüngsten 1:0-Heimerfolg gegen Preußen Münster selbstbewusst: „Ich denke, sie werden am Ende der Saison weiter oben stehen. Rostock kann nach dem Spiel gegen Münster mit breiter Brust auflaufen.“

Die Hanseaten hatten in dieser Spielzeit bislang Pech, verloren dreimal mit 0:1 und kassierten beim 2:2 gegen das Spitzenteam aus Ingolstadt in der Nachspielzeit ein Elfmetertor: „Das zeigt, dass sie Qualität haben. Hätten sie das Spiel gewonnen, stünden sie woanders“, so Flüthmann, der dem Team von Jens Härtel „eine gute Aggressivität gegen den Ball und einen klaren Plan“ bescheinigt.

Während Rostock in der Länderspielpause einen 8:0-Erfolg gegen den Doberaner FC landen konnte, fiel das Eintracht-Testspiel gegen Regionalliga-Schlusslicht HSC Hannover aus. „Aufgrund organisatorischer Probleme klappte es von Seiten des HSC kurzfristig nicht“, erläutert Flüthmann, der daraufhin ein internes Testspiel auf die Tagesordnung setzte: „Das Spiel hatte ein sehr gutes Niveau, sodass es kein Problem war, dass die Partie nicht stattgefunden hat.“ Einziger Wermutstropfen war der verletzungsbedingte Ausfall von Markus Unger, der eine Gehirnerschütterung erlitt, morgen aber wieder auf der Bank Platz nehmen kann.

Die Trainingsarbeit bezeichnete Flüthmann ansonsten als „insgesamt erfreulich“; auch weil mit Lasse Schlüter, Leon Bürger und Felix Burmeister gleich drei Spieler wieder mit von der Partie waren, die vorher wegen Verletzungen nicht hatten mitwirken können. Nicht zuletzt durch die beiden Neuzugänge Goden und Kammerbauer stellt sich die Personalsituation für den 37-Jährigen relativ luxuriös dar. Bis auf den Langzeitverletzten Stephan Fürstner und den für zwei Spiele gesperrten Marc Pfitzner können alle Akteure mitwirken, sodass es am Sonntag einige enttäuschte Gesichter auf Seiten derjenigen Akteure geben dürfte, die er nicht nominieren wird. „Das ist nie schön für einen Trainer, jeder weiß aber, dass wir einen großen Kader haben. Einige Plätze sind nach dem guten Saisonstart reserviert, nichtsdestotrotz hat jeder die Möglichkeit, sich in den Kader zu spielen“, so Flüthmann.

Ob Kammerbauer und Goden schon Kandidaten für einen Kaderplatz sein werden, lässt er offen, bescheinigt beiden Spielern aber eine gute Trainingsarbeit: „Man merkt, dass sie mit voller Motivation ins Training gehen. Wir haben auch schon viel im Detail darüber gesprochen, wie ich Fußball spielen möchte, was sie auch sehr schnell umgesetzt haben. Ob sie am Sonntag im Kader oder in der Startelf stehen, werden wir sehen.“

So könnten sie spielen: Fejzic – Kijewski, Nkansah, Becker, Kessel – Wiebe, Nehrig – Kobylanski – Putaro (Feigenspan), Proschwitz (Ademi), Bär.

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