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Die Lions stehen nach einem teuren Sieg im German Bowl

Braunschweigs Footballer schlagen im Halbfinale Frankfurt mit 36:18 – Vier Stammspieler könnten im Finale ausfallen

Quarterback Sonny Weishaupt ersetzte mit einer starken Leistung Brandon Connette. Foto: Fabian Uebe/oh

Braunschweig. „Wir müssen abwarten, was uns dieser Sieg gekostet hat“, sagte Troy Tomlin mit gedrückter Freude. Der deutliche, ungefährdete und verdiente 36:18-Halbfinal-Sieg der New Yorker Lions am Sonntag gegen Frankfurt Universe hatte einen unschönen Beigeschmack: Gleich drei Lions-Spieler endeten an dem Abend im Krankenhaus.
Quarterback Brandon Connette und Wide Receiver Christan Bollmann verletzen sich am Kopf und Defense-Line-Spieler Samuel Kargel brach sich wahrscheinlich das Bein. Dazu gingen einige Spieler lädiert aus der harten Partie hervor und Jamal White droht eine Sperre wegen eines harten Tackles.

So stockte den Lions-Fans unter den 3700 Zuschauern im Eintracht-Stadion bereits zu Beginn des zweiten Viertels der Atem. Bei einem Laufversuch duckte sich Connette nach unten weg und wurde vom Verteidiger unglücklich von oben getackelt. Dadurch wurde sein Hals deutlich überstreckt, was in Verbindung mit dem Aufprall seines Kopfes auf dem Boden wohl zu einer schwereren Verletzung führte. Sein Einsatz ist mehr als fraglich, die Schwere der Verletzung war noch nicht bekannt.

Fast zeitgleich wurde auch Bollmann am Kopf getroffen und mit Verdacht auf eine schwere Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. In der Folge sprangen die Ersatzspieler in die Bresche und führten das Lions-Spiel nahtlos hochwertig weiter.

Quarterback Sonny Weishaupt, vor kurzem erst zu den Lions gestoßen, machte ein starkes Spiel. Alle seiner fünf Pässe erreichten ihr Ziel, das machte ihn gefährlich genug, um das Laufspiel der Lions am Leben zu halten. Christopher McClendon pflügte durch die Universe-Abwehr. Über 140 Yards Raumgewinn und drei Touchdowns verbuchte der Runningback für sich. Dazu schaltete sich auch die Lions-Defense ein. Nicht nur schränkte sie den Frankfurter Angriff merklich ein, sie steuerte auch Punkte bei. Drei Interceptions fingen die Passverteidiger der Braunschweiger, eine davon trug Lars Steffen über 55 Yards zum 29:6 in der Mitte des dritten Viertels. Den Anschluss-Touchdown der Gäste zu Beginn des vierten Viertels beantwortete McClendon mit seinem dritten Touchdown zum 36:12. Damit war das Spiel vorzeitig entschieden.

Es bleibt die große Frage: Wen können die Lions am 12. Oktober gegen Titelverteidiger Schwäbisch Hall aufbieten? Dass sie Chancen auf den Titelgewinn haben, machte die zweite Reihe mit ihrer starken Leistung deutlich. Die Ausgangslage vor der 18. Finalteilnahme der Braunschweiger ist aber deutlich verändert, sollten gleich vier wichtige Spieler nicht auf dem Platz stehen können.

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