Die Löwen auf dem Sprung | Neue Braunschweiger
1. Juli 2020
Sport

Die Löwen auf dem Sprung

Eintracht empfängt Mannheim im Aufstiegskampf – Direkte Zweitligarückkehr möglich

Der Aufstieg ist für die Blau-Gelben zum Greifen nahe. Es gilt: weiter zusammenhalten, weiter kämpfen. Foto: imago/Jan Huebner

Braunschweig. Die Spannung in der dritten Liga steuert auf ihren Höhepunkt zu, denn schon heute Abend könnten die Aufsteiger und der Teilnehmer an den Relegationsspielen feststehen. Eintracht hält vor dem Heimspiel gegen Waldhof Mannheim (Anstoß 19 Uhr) alle Trümpfe in der Hand und kann die Zweitligarückkehr mit einem Erfolg über die Kurpfälzer und gleichzeitigen Niederlagen der Konkurrenz aus Ingolstadt und Duisburg frühzeitig feiern.

Geben sich die Teams keine Blöße, müsste die Elf von Marco Antwerpen am Samstag gegen den SV Meppen drei weitere Punkte einfahren, um das große Ziel zu erreichen. Doch auch bei Teilerfolg oder Niederlage wären Aufstieg oder Relegation für die Blau-Gelben noch drin, dann aber wohl nur mit fremder Hilfe auf anderen Plätzen.

Die ärgerliche 2:3-Niederlage in Zwickau vom Samstag hat der Eintracht-Coach schon abgehakt und zeigt sich optimistisch, dass sein Team sich nach dem Ausrutscher wieder stabil zeigt.

Schon auf der Rückfahrt aus Zwickau begannen die Löwen mit der Aufarbeitung der letzten Begegnung. „Wir haben versucht, schon im Training am Sonntag gute Stimmung hineinzubekommen. Das gelang uns und entsprechend konnten wir schon früh in die Vorbereitung auf Mannheim gehen“, erklärt der Eintracht-Coach. Jetzt gehe es darum, die Hausaufgaben zu machen.

Tabellensituation eher von Vorteil

Vor allem das letztjährige Saisonfinish sieht der 48-Jährige neben der großen Routine seiner Mannschaft als Faustpfand: „Die Mannschaft kann aus Erfahrungswerten der vergangenen Saison profitieren, in der die Situation am letzten Spieltag noch viel angespannter gewesen ist. Wir haben die Spieler in unseren Reihen, die über große Erfahrung verfügen und mit solchen Situationen umgehen können.“

Als Vorteil sieht er ferner die Tabellensituation an, die es seiner Mannschaft erlaubt, nicht „links oder rechts“ schauen zu müssen, sondern sich auf die eigene Begegnung fokussieren zu können. Die Tatsache, dass Mannheim mit personellen Problemen und deutlich gedämpften Aufstiegshoffnungen in die Löwenstadt reist, soll seine Elf jedoch tunlichst ausblenden: „Für uns ist weiterhin wichtig, jeden Gegner ernst zu nehmen und das machen wir gerade mit Mannheim, weil sie einfach eine der spielstärksten Mannschaften der Liga ist, wenn auch personell etwas dezimiert.“

Wird er dabei sein? Hinter dem Einsatz von Marvin Pourié (rechts) steht ein Fragezeichen. Der Sturmtank der Löwen war gegen Zwickau umgeknickt. Foto: imago/Kruczynski

Vorzeitig auslaufende Verträge wie bei den Kurpfälzern gibt es laut Antwerpen bei seiner Mannschaft nicht. Allerdings wird Mike Feigenspan aufgrund seines Muskelfaserrisses ausfallen, während hinter dem Einsatz von Marvin Pourié ein Fragezeichen steht.

Der Sturmtank war gegen Zwickau umgeknickt und musste in der Folge ausgewechselt werden. „Wir müssen abwarten, ob er signalisiert 90 Minuten spielen zu können, oder ob es nur für einen Kurzeinsatz reicht“, so der Fußball-Lehrer, dem Robin Becker nach abgelaufener Gelbsperre wieder zur Verfügung steht.

Fans müssen weiterhin auf Abstand bleiben

Im Vorfeld der Partie erinnert der Verein an die Tatsache, dass auch für den Saisonendspurt die aktuellen Corona-Regeln eingehalten werden müssen und bittet seine Fans deshalb darum, sich wie bei den bisherigen Spielen auch daran zu halten.

So könnten sie spielen: Engelhardt – Kijewski (Schlüter), Burmeister, Kessel, Becker – Kammerbauer, Pfitzner (Nehrig) – Kobylanski – Biankadi, Pourié (Y. Otto), Bär.

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