29. Januar 2022
Sport

Die Löwen machen Spaß

Braunschweiger in Umfrage der Basketball-Bundesliga Dritter

Die Lufthoheit lag am Dienstag bei den Löwen, hier Luc van Slooten. Mit 94:78 gewannen sie gegen Oldenburg. Foto: Stefan Lohmann/Regios24

Braunschweig (red). Braunschweigs Erstliga-Basketballer sind nach den hauchdünnen Niederlagen gegen Heidelberg und in Bayreuth am Dienstag mit einem souveränen 94:78 (51:38)-Heimerfolg gegen Überraschungs-Schlusslicht Oldenburg wieder auf Erfolgskurs gegangen. Ein starkes Zeichen, dass sich die Löwen nicht in den Abstiegskampf verwickeln lassen wollen. Alle Spiele gegen die Teams von den letzten vier Tabellenplätzen wurden bislang gewonnen.

Und das soll auch so bleiben, wenn die Mannschaft am Sonnabend beim Drittletzten Gießen mit Ex-Trainer Pete Strobl und nächsten Donnerstag (19 Uhr) in eigener Halle gegen den Vorletzten Würzburg aufläuft. Zur Punktrunden-Halbzeit stehen die Löwen mit sieben Siegen auf Platz zwölf gut da, auch wenn es angesichts von vier erst mit dem letzten Ballbesitz verlorenen Partien noch hätten mehr sein können.
Die Baustellen der Braunschweiger sind die hohe Zahl von Ballverlusten und die schwache Freiwurfquote. So wurden bereits 127 Punkte von der Linie verschenkt. Während es defensiv erst in jüngster Zeit besser wurde, beeindruckte die Mannschaft offensiv von Beginn an. Sie liegt bei der Punktausbeute auf Rang drei in der BBL, ist bei der Feldtrefferquote Zweiter und gibt die zweitmeisten Vorlagen. Vor allem aber hat schon lange kein Braunschweiger Basketballteam mehr mit schneller, kreativer, offensiver Spielweise begeistert.

Dies bestätigte auch eine am Wochenende veröffentlichte Umfrage der Basketball-Bundesliga. Danach wurden die Löwen im Ranking „most fun to watch“, also der Teams, denen man mit dem größten Spaß zuschaut, hinter Berlin und Chemnitz auf Platz drei gewählt. Eine schöne Momentaufnahme, die die Arbeit von Trainer Jesús Ramírez bestätigt. Die BBL-Trainer, Sportchefs, Teamkapitäne und Fernsehkommentatoren haben den Spanier zudem auf Rang vier der besten Coaches gesetzt. „Das sind schöne Auszeichnungen“, sagt er. „Aber ich würde sie gerne eintauschen in zwei Siege mehr.“

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