Die Löwen zeigen Nerven

Basketball-Bundesliga: Nach der Pleite beim MBC steht das Menz-Team am Freitag unter Druck

Löwen-Spielmacher Joe Rahon wurde für den MBC im Schlussviertel zu einem echten Problem. In der spannenden „Crunchtime“ durfte der Amerikaner dann aber nur zuschauen. Foto: imago

Braunschweig. Können sie nicht – oder wollen sie womöglich gar nicht in die Playoffs? Diese Frage stellte sich wohl mancher Fan der Basketball Löwen nach der unnötigen 81:84 (39:44)-Pleite beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels. Die richtige Antwort kann der Tabellenelfte schon am Freitagabend geben, wenn die Skyliners aus Frankfurt um 18.30 Uhr die Volkswagenhalle besuchen.

Löwen-Trainer Frank Menz hatte direkt nach Spielende eine Erklärung für den insgesamt enttäuschenden Auftritt seiner Mannschaft parat. „Wir sind heute an unseren Nerven gescheitert“, resümierte Menz und meinte damit vor allem den nervösen Start seiner Mannen, die sich nach vier Minuten beim Spielstand von 2:18 wie schon in vielen Partien zuvor ein tiefes Loch geschaufelt hatten.

Doch die Braunschweiger kamen auch in dieser Partie zurück, gingen in der 27. Minute durch einen Wurf von Shaquille Hines, der ansonsten defensiv mit fünf Blocks auftrumpfte, mit 52:51 in Führung. Im Schlussviertel war es dann der bis dahin noch punktlose Joe Rahon, der die Löwen mit acht Zählern erneut in Führung brachte. Dass Menz den gerade erst heißgelaufenen US-Aufbauspieler nach dessen Auswechslung Mitte des Schlussviertels in der entscheidenden Phase nicht noch einmal aufs Feld schickte, hinterließ ein weiteres Fragezeichen an diesem gebrauchten Abend in Sachsen-Anhalt.

Für das größte Stirnrunzeln sorgte aber zweifelsohne DeAndre Lansdowne. Der drittbeste Punktesammler der Bundesliga, normalerweise ein Muster an Konstanz, zeigte beim Mitteldeutschen BC seinen schwächsten Auftritt der Saison, traf nur zwei seiner 14 Wurfversuche (fünf Punkte). Da reichten dann auch die 25 Zähler von US-Center Scott Eatherton nicht, dem einzigen Löwen, der zweistellig punktete – wenn man von Kapitän Tommy Klepeisz absieht, der sechs seiner elf Punkte in den letzten zehn Sekunden markierte, als die Partie praktisch schon verloren war.

Bei zwei noch ausstehenden Heimspielen haben die Löwen trotz drei Pleiten in Folge noch die Chance auf Playoff-Platz acht. Dafür müssen sie aber beide Partien, gegen „Angstgegner“ Frankfurt und am Sonntag (18 Uhr) gegen Bayreuth, gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen: Sowohl Ludwigsburg (8.) als auch Würzburg (9.) müssen noch eine Partie verlieren, damit der Löwen-Traum wahr wird.

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