Die magische 90-Punkte-Marke | Neue Braunschweiger
8. Februar 2020
Sport

Die magische 90-Punkte-Marke

Basketball-Bundesliga: Die Löwen müssen heute (20.30 Uhr) gegen Würzburg besser verteidigen

Im Hinspiel in Würzburg war Karim Jallow (links) mit 16 Punkten einer der besten Braunschweiger. Der fünffache A-Nationalspieler wurde von Bundestrainer Henrik Rödl am Dienstag wieder in den Auswahlkader eingeladen. Foto: Heiko Becker/imago

Braunschweig. Gute Nachrichten waren bei den Löwen-Basketballern zuletzt eher rar. Die Nominierung von Karim Jallow in den A-Nationalkader von Trainer Henrik Rödl, die am Dienstag bekanntgegeben wurde, war da eine erfreuliche Ausnahme. Am heutigen Samstagabend (20.30 Uhr) kann der Tabellenzwölfte der Basketball-Bundesliga mit einem Sieg gegen Würzburg in der VW-Halle für die nächsten positiven Schlagzeile sorgen.

Gerade im Heimspiel sollten die Löwen unbedingt mal wieder gewinnen. Fünf Partien in Folge haben die Braunschweiger in ihrer Arena am Europaplatz sieglos gestaltet. Auch wenn Ende Januar gegen Bamberg noch mehr als 3500 Zuschauer in der Halle waren – irgendwann werden die Fans die andauernden Heimpleiten nicht mehr verzeihen.

Das größte Problem bei den Löwen liegt ganz klar in der Verteidigung. Das sieht auch Cheftrainer Pete Strobl so: „Wir haben in den vergangenen Spielen zu viele leichte Punkte abgegeben, Korbleger, Offensivrebounds. Das müssen wir dem Gegner wegnehmen.“ Gegen Würzburg wird es außerdem wichtig sein, die Dreipunktelinie gut zu bewachen. Im Hinspiel am 3. Januar trafen die Franken 57 Prozent ihrer Dreier – und gewannen deutlich mit 97:83.
Die vergangenen Monate haben gezeigt: Halten die Löwen ihre Gegner unter 90 Punkten, haben sie gute Chancen zu gewinnen. In den vergangenen zehn Liga-Begegnungen gelang dies nur zweimal – es waren die einzigen Partien, welche die Löwen für sich entscheiden konnten.

Interessant wird sein, ob Strobl wieder mehr auf seinen Reserve-Center Aleksandar Marelja setzt. Gegen Bamberg kam dieser nur noch 93 Sekunden zum Zuge – und fehlte den Löwen im harten Kampf unter dem Korb. „Er war etwas angeschlagen, aber zu diesem Zeitpunkt der Saison sind alle Spieler angeschlagen“, gestattet Strobl dem Serben keine Ausrede für schlechte Leistungen. Der Trainer, das merkt man deutlich, ist unzufrieden mit der Einsatzbereitschaft des 2,07-Meter-Mannes, den das Team so dringend bräuchte. „Eigentlich wollten wir, dass unsere sechs Ausländer eine wichtige Rolle spielen“, bemerkt Stobl vielsagend. Auf Nachfrage, ob er künftig wieder mehr auf Marelja setzen will, wird er deutlich: „Wenn er gut spielt, spielt er mehr.“

Auch Lukas Wank, der gegen Bamberg nur zuschauen durfte, soll in Zukunft wieder eine größere Rolle einnehmen, versichert Strobl, auch im Hinblick auf den eng getakteten Spielplan in der zweiten Saisonhälfte. Wie Karim Jallow wurde auch der 23-Jährige am Dienstag von Bundestrainer Rödl berücksichtigt. Zwar wurde er nicht direkt für den A-Kader nominiert, steht aber für den Lehrgang, der am 17. Februar beginnt, auf Abruf bereit. Am 21. und 24. Februar stehen dann zwei Duelle gegen Frankreich und England an.

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