„Die Mannschaft ist absolut intakt“ | Neue Braunschweiger
17. Januar 2020
Sport

„Die Mannschaft ist absolut intakt“

Basketball: Löwen-Geschäftsführer Sebastian Schmidt im NB-Interview

Sebastian Schmidt. Foto: SH/imago

Braunschweig. Mit ihrem Auswärtssieg in Bonn haben die Löwen-Basketballer ihre sportliche Talfahrt vorerst gestoppt. An diesem Wochenende hat der Bundesliga-Zehnte spielfrei, ehe am kommenden Sonntag (15 Uhr) Bamberg die VW-Halle besucht. Eine gute Gelegenheit, mit Sebastian Schmidt, Geschäftsführer und Sportdirektor der Löwen, eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Herr Schmidt, haben Sie Ihren Löwen nach dem Bonn-Sieg etwas Urlaub gegönnt?

Nein. Für uns ist die Pause zwar eine gute Gelegenheit, nach den Belastungen der vergangenen Wochen ein bisschen zu regenerieren. Trainiert wird in der Regel aber trotzdem zweimal am Tag. Wir arbeiten weiter daran, ein paar Dinge umzustellen.

Was gibt es da zu tun?

Gerade unseren Neuzugang Lucca Staiger müssen wir noch weiter integrieren. Einen Spieler mit dieser Qualität als Scharfschütze gibt es nicht so oft in der Liga, und wir müssen ihn noch besser in Position bringen. Aber auch Jairus Lyles, den zweiten Neuen, müssen wir noch besser in die Setplays integrieren. Von daher tut die Spielpause gerade gut.

Welche weiteren Aspekte sollen verbessert werden?

Für uns ist extrem wichtig, dass wir das Feld breit machen. Das hat man auch gegen Bonn gesehen. Außerdem müssen wir den Ball mehr bewegen. Das war in vielen Spielen unser Problem.

Das Hinrundenende ist nur noch zwei Spiele entfernt: Wie bewerten Sie die Saison bisher?

Wir sind sehr gut gestartet, das konnte man mit so vielen Neuzugängen und neuem Trainerstab vielleicht gar nicht so erwarten. Das Spiel gegen Vechta war dann ein Knackpunkt, danach waren wir mental in einer schwierigen Phase. Dazu hatten wir einige Rückschläge, wie die Trennung von Kostja Mushidi. Trotzdem war ich unzufrieden, wie wir in den vergangenen Wochen gespielt haben, weil viel mehr Potenzial in der Mannschaft steckt. Es wäre bis jetzt sicher mehr drin gewesen. Aber jetzt wollen wir nach vorne schauen.

War das Bonn-Spiel eigentlich so etwas wie ein Endspiel für Trainer Pete Strobl?

Endspiel würde ich nicht sagen, aber es war generell ein ganz wichtiges Spiel für alle Beteiligten. Es war richtungsweisend. Und wir haben in einer Drucksituation am Ende, nachdem es zwischenzeitlich gar nicht gut aussah, kühlen Kopf behalten und uns rausgekämpft. Das hat gezeigt, welche Moral die Mannschaft hat und dass sie absolut intakt ist. Aber wenn man nur eines von neun Spielen gewonnen hat, ist es im Profisport normal, dass die Frage nach dem Trainer oder anderen Personen gestellt wird. Abgesehen davon bin ich aber weiter überzeugt, dass wir unser Saisonziel, die Playoffs, erreichen können.

Teil zwei des Interviews lesen Sie am Mittwoch in der NB.

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