Die Negativserie beendet | Neue Braunschweiger
31. Januar 2018
Sport

Die Negativserie beendet

Eishockey: Der 7:4-Erfolg in Düsseldorf lässt die Grizzlys durchatmen

Von Jens Neumann

Wolfsburg. Der großen Enttäuschung folgte ein ganz wichtiger Dreier: Mit einem 7:4 (1:2, 4:1, 2:1)-Auswärtssieg bei der Düsseldorfer EG haben die Grizzlys Wolfsburg in der Deutschen Eishockey Liga ihren Negativlauf beendet und nach zuvor sechs Niederlagen am Stück endlich wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert.
Doch der Reihe nach: Im Heimspiel gegen die Adler Mannheim, den künftigen Klub von Grizzlys-Chefcoach Pavel Gross, glichen die Wolfsburger vor rund 3100 Zuschauern in der Eis Arena im ersten Drittel gleich dreimal einen Rückstand aus und gingen nach Treffern von Brent Aubin, Jeremy Dehner und Fabio Pfohl mit einem 3:3-Remis in das zweite Drittel. Hier fiel dann die Entscheidung zugunsten der Mannheimer, die am Ende mit 7:3 gewannen, während die Grizzlys im Kampf um die Playoff-Plätze den nächsten Nackenschlag zu verkraften hatten.
Damit war aber auch klar: In Düsseldorf musste ein Sieg her – ohne Wenn und Aber. Die Personalsituation blieb aber weiter angespannt, denn mit Kapitän Tyler Haskins, Topscorer Kris Foucault, Stürmer Marcel Ohmann und Verteidiger Robbie Bina fehlten den Grizzlys weiterhin vier wichtige Spieler.
Die Düsseldorfer, die sich erst wenige Tage vor dem Spiel von Coach Mike Pellegrims – der Ex-Wolfsburger wird ab Sommer erneut Co-Trainer von Pavel Gross in Mannheim – getrennt hatten, kamen mit einer 2:1-Führung aus dem ersten Drittel. Zwar hatte Tyson Mulock (8.) die Grizzlys in Führung gebracht, doch Alexander Barta (10.) und Spencer Machacek (15.) wendeten das Blatt noch vor der ersten Sirene.
Wer nun gedacht hatte, die Wolfsburger würden sich ihrem Schicksal ergeben und die siebte Niederlage in Serie quittieren, sah sich getäuscht. Philip Riefers (24.) erzielte den 2:2-Ausgleich, Routinier Sebastian Furchner legte nur 34 Sekunden später das 3:2 für die Gäste nach. Und auch durch den Ausgleich von Jeremy Welsh (30.) ließen sich die Grizzlys nicht aus der Bahn werfen. Alexander Weiß (33.) und Gerrit Fauser (37.) hatten die richtige Antwort parat und schossen die Wolfsburger mit 5:3 in Front.
Im Schlussdrittel erhöhte Alex Weiß mit seinem achten Saisontor auf 6:3. Manuel Strodel (49.) verkürzte noch einmal für die Düsseldorfer, ehe Mark Voakes kurz vor dem Schluss mit einem Empty-net-Goal den 7:4-Endstand herstellte.
„Wir haben heute drei wichtige Punkte geholt. Es war zuletzt nicht einfach für uns, aber wir wussten, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, betonte Grizzlys-Stürmer Sebastian Furchner, der den Fans im Namen des Teams einen besonderen Dank aussprach. „Sie haben uns am Samstag beim Training überstützt und angefeuert. Dieser Rückhalt bedeutet uns sehr viel. Dieses Verständnis seitens der Anhänger sucht seinesgleichen. Das macht uns Grizzlys aus“, hob der Routinier hervor.
Bereits am Dienstagabend ging es für die Wolfsburger mit der Partie bei den Krefeld Pinguinen (bei Redaktionsschluss nicht beendet) weiter. Am Donnerstag (19.30 Uhr) folgt die Auswärtsbegegnung beim Spitzenreiter EHC RB München, ehe sich die DEL in die Olympia-Pause verabschiedet.

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