Die Nordstadt wächst und wächst

Wohnungsbau liegt gut in der Zeit – Im Juni können die „Lichtwerk-Höfe“ der Niwo bezogen werden

Geschäftsführer Torsten Voß und Uwe Jungherr (Marketing) von der Nibelungen-Wohnbau GmbH vor den fast fertiggestellten Lichtwerk-Höfen. Für die künftigen Mieter  stehen auch Lastenfahrräder bereit. Foto: Wiefel

Nordstadt. Riesige Kräne kreisen über den Dächern, an den Treppen wird mit einer Steinsäge letzte Hand angelegt: Es gibt wohl kaum ein Viertel in Braunschweig, in dem so emsig gebaut wird, wie in der neuen Nordstadt. „Es ist mit Abstand das größte Bauprojekt der vergangenen Jahre“, ist selbst Marketingfachmann Uwe Jungherr von der Nibelungen Wohnbau GmbH beeindruckt.

Gemeinsam mit Geschäftsführer Torsten Voß führt er über das Gelände, auf dem außer der Niwo auch die Braunschweiger Baugenossenschaft, die Baugenossenschaft Wiederaufbau und die Watu GmbH bauen.
Insgesamt 1500 Wohnungen werden einmal in dem Karree zwischen Mittelweg und Nordanger, Taubenstraße und Mitgaustraße entstehen. Die 28 Eigentumswohnungen der Niwo sind bereits fertig und verkauft, im Juni werden auch die 174 Mietwohnungen in den „Lichtwerk-Höfen“ bezugsfertig sein – mit Kita (siehe unten), Car-Sharing-Stützpunkt und Lastenrädern zum Mieten. „Wir sind zwar vier Monate im Verzug, aber bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung ist das absolut im Rahmen“, ist Torsten Voß zufrieden.

Zufrieden ist er auch mit der Nachfrage der Wohnungen: Ein Drittel ist bereits vorgemerkt, „aber es gibt noch genug Auswahl“, beruhigt der Niwo-Geschäftsführer und gewährt einen Blick in die Musterwohnung mit ihren hellen und offenen Räumen.

Was die neue Nordstadt auszeichnet: Hier entstehen nicht nur Wohnungen für Spitzenverdiener, sondern auch für Otto Normalverbraucher mit kleinem Geldbeutel. Im Fall der Niwo bedeutet das: Die Durchschnittsmieten liegen bei unter zehn Euro pro Quadratmeter, außerdem gibt es 20 Prozent Sozialwohnungen mit Mieten ab 5,70 Euro.

Und noch ein Merkmal des Quartiers: Der Trend geht weg vom Auto – zumindest vom Zweit-Auto. Zwar gibt es auch unter den „Lichtwerk-Höfen“ eine Tiefgarage, aber die Niwo plant mit einer deutlich geringeren Pkw-Stellfläche. „Die neue Nordstadt setzt auf öffentliche Verkehrsmittel und aufs Fahrrad“, betont Voß auch mit Blick auf das nahe Ringgleis.

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