„Die Wahrheit über Dinner for one“ | Neue Braunschweiger
14. Dezember 2018
Kultur

„Die Wahrheit über Dinner for one“

Manon Straché und Peter Nottmeier sind die neuen Legenden: Miss Sophie und Butler James – Grandiose Premiere in der Komödie

"Die Wahrheit über Dinner for one" mit Manon Straché und Peter Nottmeier als Miss Sophie und Butler James. imagemoove

Innenstadt. Das Herzstück eines gelungenen Jahreswechsels ist und bleibt für Millionen Deutsche der legendäre Kult-Sketch „Dinner for one“ – getreu dem Motto „The same procedure as every year – die gleiche Prozedur wie jedes Jahr?“ Und dieser Kult-Sketch erlebt derzeit in der Komödie am Altstadtmarkt eine Bühneninterpretation, die es mehr als in sich hat.

Dabei spielen natürlich auch hier Miss Sophie und ihr legendärer Butler James – nicht zu vergessen das Tigerfell – die spektakulären Hauptrollen. Das von Jan-Ferdinand Haas geschriebene Bühnenstück feierte in der Komödie am Altstadtmarkt eine mehr als viel umjubelte Premiere. 300 Zuschauer hielt es nach dem Abgang der beiden Hauptdarsteller – Manon Straché und Peter Nottmeier als Miss Sophie und Butler James – die Treppe hinauf in das Schlafgemach der „alten Dame“ nicht mehr auf den Sitzen. „So etwas habe ich lange nicht erlebt“, zeigte sich auch Theaterchef Florian Battermann ob der Reaktion des Publikums völlig „baff“. Standing Ovations, die seien auch bei ihm in der Komödie etwas Besonderes.

In der Geschichte wird beschrieben, wie es dazu kommt, dass der legendäre Sketch nur mit James und Sophie über die Bühne geht. Wo sind denn die vier Herren geblieben, die eigentlich mit am Dinner-Tisch sitzen sollten? Wir schreiben das Jahr 1962: In Edward-Taylors-Theater im englischen Blackpool sollen am Silvesterabend fünf Vorstellungen des Sketches „Dinner for one“ gespielt werden. Aus diesem Grund hat Theaterdirektor Taylor nun das gesamte sechsköpfige Ensemble auch für sein Theater engagiert, denn schließlich benötigt er für die Silvestervorstellungen einen richtigen Erfolg. So weit, so gut. Denn noch ahnt der Theaterdirektor nicht, dass sich der Vorhang lediglich für zwei seiner ursprünglich sechs Darsteller öffnen wird… Wie es dazu kommt, dass der weltberühmte 90. Geburtstag von einem komödiantisch begnadeten Duo statt eines gut aufeinander abgestimmten Sextetts dargeboten wird, soll an dieser Stelle nicht verraten werden… Neben den beiden Vollblutkomikern Straché und Nottmeier überzeugen auch Botond von Gaal als Mr. Pommeroy, aber auch der junge Ferdinand Ascher als Admiral von Schneider. Frisch und neu auf der Braunschweig-Bühne zeigt sich Ronja Geburzky als Regieassistentin Doris Copper. Den gestressten Theaterdirektor Edward Taylor spielt „very british“ Thomas Henniger von Wallersbrunn. Hier und da noch mit kleinen textlichen „Hängern“, was sicherlich dem Premieren-Lampenfieber zu schulden war.

So richtig „rund“ macht die Produktion das Bühnenbild von Uli Wolff sowie die Kostüme von Daniela Eichstaedt. Komplett in schwarz-weiß gehalten, so dass der Zuschauer das Gefühl hat, er sitzt „mitten im Fernsehsketch, der ja im Original schwarz-weiß daherkommt. Gespielt wird noch bis zum 19. Januar 2019. Tickets an der Komödienkasse, Gördelinger Straße, sowie online: info@komoedie-bs.de. Weitere Info: www.komoedie-am-altstadtmarkt.de

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