24. April 2021
Sport

Die Wölfinnen haben es wieder in der eigenen Hand

Frauenfußball-Bundesliga: Meisterschafts-Konkurrent FC Bayern München patzte in Hoffenheim – Direktes Duell am 9. Mai

FSvenja Huth erzielt in dieser Szene das Tor zum 3:1 für den VfL. Foto: Sebastian Priebe/regios24

Wolfsburg (jne). Der 17. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga, er hätte aus Sicht des VfL Wolfsburg nicht besser verlaufen können. Spitzenreiter FC Bayern München kassierte gegen die TSG Hoffenheim mit 2:3 die erste Saisonpleite. Und die Wölfinnen nutzten die Gunst der Stunde und verkürzten den Rückstand auf den Tabellenführer durch einen 3:2 (2:1)-Heimsieg gegen den SC Freiburg.

Der Titelkampf ist wieder offen, die Wolfsburgerinnen haben es wieder in der eigenen Hand. Zumal es am 9. Mai in Wolfsburg am 20. Spieltag zum direkten Duell mit den Bayern kommt. Am Sonntag (14 Uhr) steht für die VfL-Frauen nun erst einmal die Auswärtspartie beim Schlusslicht MSV Duisburg auf dem Programm.
Gegen die formstarken Freiburgerinnen wurden die Grün-Weißen gleich eiskalt erwischt: Mit einem Lupfer erzielte Hasret Kayikci nach nicht einmal 120 Sekunden die Führung für die Gäste. Doch die Antwort der Wölfinnen ließ nicht lange auf sich warten: Ewa Pajor besorgte schon in der achten Minute den 1:1-Ausgleich.
„Das 0:1 war aber auch ein Wachmacher, denn danach haben wir zwei oder drei Gänge hochgeschaltet. Das war ja fast schon eine Dauerbelagerung des Freiburger Strafraums und wir haben die Partie auch zurecht gedreht“, betonte VfL-Chefcoach Stephan Lerch, der auf Abwehrchefin Kathrin Hendrich verzichten musste. Aufgrund einer Innenbandverletzung im linken Knie wird die Nationalspielerin rund sechs Wochen ausfallen.

Doch zurück zur Partie gegen die Freiburgerinnen, in der Ewa Pajor in der 24. Minute wieder zur Stelle war und das 2:1 markierte. Fast wäre der Polin der Hattrick gelungen, aber die Fußspitze von Rebecca Knaak (33.) verhinderte den dritten Treffer.
Im zweiten Abschnitt dauerte es bis zur 64. Minute, ehe das erlösende 3:1 fiel: Nach toller Vorarbeit von Felicitas Rauch traf Svenja Huth aus spitzem Winkel. Die Entscheidung war es allerdings noch nicht: Denn VfL-Torfrau Katarzyna Kiedrzynek faustete den Ball an den Kopf von Janina Minge – und plötzlich hieß es nur noch 3:2 (75.) für die Gastgeberinnen, die bis zum Abpfiff um den Sieg zittern mussten.

„Der Puls ist heute wieder hochgegangen, gerade in der Schlussphase. Nach dem 3:1 denkst du dann, der große Wille von Freiburg ist gebrochen – und dann haben wir wieder ein Geschenk verteilt. Und selbst danach hatten wir noch Chancen, den Sack zuzumachen. Von daher war es unnötig spannend“, resümierte VfL-Coach Stephan Lerch.
Keine Frage: Der 36-Jährige würde sich im Sommer nur zu gerne mit dem erneuten Titelgewinn aus Wolfsburg verabschieden. Und nun ist auch bekannt geworden, wohin der Weg von Stephan Lerch führen wird. Er übernimmt die männliche U17 des Bundesligisten TSG Hoffenheim.

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