31. Juli 2021
Sport

„Die Zuschauer werden uns pushen“

Neuzugang Bryan Henning freut sich auf seine Heimpremiere morgen gegen Viktoria Berlin

Bryan Henning (l.) verfolgt Lauterns Marlon Ritter beim Saisonauftakt in der Pfalz. Foto: Fabian Kleer/imago images

Braunschweig. Nach vielversprechendem 0:0 in Kaiserslautern wollen die Löwen bei ihrer Heimpremiere gegen Viktoria Berlin morgen um 14 Uhr den ersten Dreifachen Punktgewinn einfahren. Für Neuzugang Bryan Henning, der gegen die Pfälzer in der Startformation stand, ist es die erste Partie vor heimischen Fans, von denen morgen bis zu 7800 ins Eintracht-Stadion dürfen.

„Dort ein 0:0 zu erspielen war nicht verkehrt, zumal der Klub sicher höhere Ambitionen hat als im Vorjahr“, blickt der gebürtige Berliner auf das vergangene Wochenende zurück, an dem die Löwen erstmals seit längerer Zeit wieder vor einer fünfstelligen Kulisse antraten. „Nach eineinhalb Jahren muss man sich erst mal wieder an Zuschauer gewöhnen“, so der 26-jährige, der sich mit seinen Teamkollegen zwar über den Teilerfolg freute, daraus aber keine größeren Schlüsse auf den Saisonverlauf ableiten möchte: „Bei uns im Mannschaftskreis war die Stimmung nach dem Spiel positiv. Das wichtigste ist erstmal, ein Team zu sein. Eine Tendenz wird sich frühestens nach ungefähr zehn Spielen zeigen.“

Neben dem Auswärtspunkt sorgte vor allem die „weiße Weste“ der Eintracht-Defensive für eine entspannte Rückfahrt in die Löwenstadt: „Wichtig ist, dass die Null stand, je öfter das in dieser Saison der Fall ist, umso erfolgreicher wird sie verlaufen. In der dritten Liga ist es meistens bis zum letzten Spieltag eng, deshalb kommt es auf Konstanz an. Man kann zwar nicht jedes Spiel gewinnen, sollte aber regelmäßig seine Punkte holen, auch Heimstärke ist wichtig.“

Diese können die Spieler von Michael Schiele heute gegen Aufsteiger Viktoria Berlin demonstrieren. Den Club aus dem Westteil seiner Heimatstadt sieht der beim FC Nordost, Union Berlin und Hertha BSC fußballerisch großgewordene Mittelfeldmann jedoch nicht als „typischen Aufsteiger“, der eine defensive Herangehensweise pflegt: „Es gibt dort gute Fußballer im Kader. Sie werden sicher nicht hinten drin stehen, sondern versuchen Fußball zu spielen. Solche Spiele machen am meisten Spaß.“ Seine Vorfreude wird nicht zuletzt durch die zu erwartende Zuschauerunterstützung gesteigert: „Die Zuschauer werden uns sicher pushen. Stehen die Fans hinter einem, wird es für uns als Heimmannschaft leichter, gerade wenn es mal brenzlige Situationen zu überstehen gilt. Das kann noch mal die letzten Prozente rausholen“, weiß der ehemalige Osnabrücker, der sich in Braunschweig wohl fühlt. „Die Eingewöhnung war kein Thema. Die etablierten Spieler haben uns die Sache leicht gemacht, dazu kannte ich meine ehemaligen Mitspieler aus Osnabrück. Wir verstehen uns alle sehr gut untereinander, deshalb war es auch nicht schwer, den Einstieg zu finden.“ Auf dem Platz bildet er mit Robin Krauße ein kompaktes Duo in der Zentrale, das für die Kontrahenten unangenehm zu bespielen ist: „Ich gebe immer einhundert Prozent, haue ich mich rein, wenn ich auf dem Feld stehe und ergänze mich gut mit Robin.“

So könnten sie spielen: Fejzic – Nikolaou, Behrendt, Schulz – Kijewski (Schlüter), Henning, Krauße, Multhaup – Kobylanski – Girth (Otto), Proschwitz

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