Dom öffnet – mit Markierung und Mundschutz | Neue Braunschweiger
6. Mai 2020
Menschen

Dom öffnet – mit Markierung und Mundschutz

Ab dem 7. Mai gibt es wieder Andachten – Erinnerung an 75 Jahre Kriegsende am Freitag

Ab Donnerstag soll wieder Leben in den verwaisten Dom ziehen. BZV-Archiv: Henning Noske

Innenstadt. Ein stilles Gebet, das war alles, was in den vergangenen Wochen im Dom und den anderen Kirchen in Braunschweig möglich war. Ab Donnerstag, 7. Mai, wird sich das ändern, „endlich“, ist Dompredigerin Cornelia Götz erleichtert.

Um 17 Uhr findet unter dem Motto „Herzlich willkommen – zurück zu Hause“ wieder eine Fünf-Minuten-Andacht in Braunschweigs größter Kirche statt. Am Freitag, 8. Mai, erinnert der Dom, ebenfalls um 17 Uhr, an das Kriegsende vor 75 Jahren.
„Ich bin froh, dass wieder Gottesdienste stattfinden können“, sagt Götz. „Auch wir geben letztlich Nahrung“, betont sie mit Blick auf die in Corona-Zeiten durchgängig geöffneten Lebensmittelläden. Normal werden die Andachten allerdings nicht sein, denn auch für die Kirchen gilt: Abstand halten! Im Dom wird es deshalb Markierungen und Platzeinweiser geben.

„Die Zahl der Gläubigen ist begrenzt“, erklärt Cornelia Götz. Nach den Handlungsempfehlungen von Land und Landeskirche muss pro Besucher mit mindestens zehn Quadratmeter Platz gerechnet werden. „Für den Dom heißt das, wir können maximal 150 Gläubige empfangen“, so Götz. Sie empfiehlt vor allem zur Andacht am Freitag, rechtzeitig zu kommen und einen Mundschutz mitzubringen. „Es kann dauern, bis jeder platziert ist“, vermutet sie und macht auf den Gottesdienst schon einmal neugierig. „75 Jahre Kriegsende – das bedeutet Trümmer und Kapitulation, aber auch ein Neuanfang und vor allem: 75 Jahre Frieden.“

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