Dreiergewitter führt zum Sieg

Basketball-Bundesliga: Nach dem 104:94 in Ludwigsburg schnuppern die Löwen an den Playoffs

Löwen-Guard DeAndre Lansdowne (am Ball) war in Ludwigsburg mit 26 Punkten wieder kaum zu stoppen. Der Amerikaner ist drittbester Scorer der Bundesliga (19,3 Punkte). Foto: Ruffler/imago

Braunschweig. Es klappt also auch noch auf fremdem Parkett: Nach zuvor fünf Niederlagen in Folge bezwangen die Löwen-Basketballer die Riesen Ludwigsburg in deren eigener Halle mit 104:94 (50:47).

In der Tabelle sind die Braunschweiger damit wieder in die Playoff-Ränge geklettert und belegen aktuell Platz sieben.
„Teilweise haben wir sehr gut gespielt und unglücklich verloren. Jetzt war es Zeit, mal ein Auswärtsspiel zu gewinnen“, stellte Löwen-Trainer Frank Menz nach dem begeisternden Erfolg beim letztjährigen Halbfinalisten zufrieden fest. Seine Mannschaft hatte dabei eine Stärke präsentiert, für die sie in dieser Bundesliga-Saison bislang nicht unbedingt gefürchtet gewesen war: Satte 16 ihrer 29 Distanzversuche schenkten Topscorer DeAndre Lansdowne (26 Punkte) und Co. dem Gastgeber ein, damit gelang ihnen eine neue eigene Saisonbestleistung. Und das bei einer starken Dreierquote von 55 Prozent – über die Saison gesehen liegen die Löwen bei nur 35 Prozent (BBL-Rang 14).

Durch den erneuten Ausfall des verletzten Scott Eatherton schickte Menz wieder eine kleine Formation auf das Parkett, ohne echten Center, dafür mit Christian Sengfelder als Wühler unter den Brettern. Und der Neu-Nationalspieler machte seine Sache wie schon in Berlin und gegen Würzburg richtig gut und erntete mit 18 Punkten und zwölf Rebounds sein drittes „Double-Double“ der Saison. „Ich versuche, so gut es geht, Scott zu kompensieren“, meinte der 24-Jährige im Anschluss bescheiden. Auch BJ Blake (18), Tommy Klepeisz (16) und Shaquille Hines (11) punkteten in einem großartig funktionierenden Kollektiv zweistellig.

In der kurzweiligen und schnellen Begegnung vor 4037 Zuschauern lieferten sich beide Teams lange einen offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe, ehe die Löwen gegen Ende des dritten Viertels einen 22:9-Lauf hinlegten, bei dem Klepeisz, Hines, Blake und Lansdowne scheinbar nach Belieben trafen. Mit einem 84:69-Vorsprung ging es ins Schlussviertel, wo sich die selbstbewusst auftretenden Gäste den vierten Auswärtssieg der Saison nicht mehr nehmen ließen.

Im Ringen um die Playoff-Platzierungen bleibt es weiter eng. Sieben Teams, von Bonn auf Rang sechs bis Gießen auf Rang zwölf, trennen im Kampf um die drei letzten Playoff-Plätze derzeit nur zwei Punkte. Mit Leistungen wie in Ludwigsburg dürfen die Löwen-Fans noch länger auf die erste Teilnahme an der Meisterrunde seit sieben Jahren hoffen.

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