Drittletzter Akt im Aufstiegsdrama | Neue Braunschweiger
26. Juni 2020
Sport

Drittletzter Akt im Aufstiegsdrama

Eintracht tritt am Samstag (14 Uhr) bei Kellerkind Zwickau an – Becker und Feigenspan fallen aus

Auch Merveille Biankadi (M.) hat seinen Beitrag dazu geleistet, dass die Eintracht kurz vor dem Aufstieg steht. Foto: imago

Braunschweig. Zwar sind die Löwen die Tabellenführung nach dem Sieg des FC Bayern im Münchener Derby wieder los, reisen aber trotzdem als Aufstiegsaspirant Nummer eins zur Partie gegen den FSV Zwickau (heute, 14 Uhr).

Gewinnen die Löwen die Partie gegen das Kellerkind, reicht möglicherweise bereits ein weiterer Sieg im letzten Heimspiel gegen Waldhof Mannheim, um den Aufstieg perfekt zu machen. Liefe es ganz verrückt, könnten die Löwen auch schon am kommenden Sonntag aufsteigen, hierzu müssten jedoch alle anderen Konkurrenten patzen.
Zuvor hatten die Löwen die Nervenschlacht gegen dem Chemnitzer FC mit 2:1 für sich entscheiden können und rangieren nun vier Zähler vor dem FC Ingolstadt, der aktuell die Aufstiegsrelegation bestreiten dürfte.

„Je näher der letzte Spieltag rückt umso größer wird die Spannung“, erklärt Peter Vollmann, der außerdem beobachtet hat, dass die Begegnungen ligaweit „immer hektischer und unruhiger werden“. In Chemnitz hatte sich die Mannschaft von Marco Antwerpen einmal mehr äußerst effektiv in der Chancenverwertung gezeigt, auch wenn in der Defensive danach Schwerstarbeit angesagt war. „Wir haben es seit dem Restart geschafft, eine große Kompaktheit an den Tag zu legen“, so der Eintracht-Sportdirektor, der bei der Elf von Marco Antwerpen außerdem ein stetig wachsendes Selbstbewusstsein beobachtet hat: „Sowohl die Einstellung als auch die Art und Weise, wie wir agieren, zeigt, dass die Mannschaft an den Erfolg glaubt.“

Kompaktheit war in der Vergangenheit auch die große Stärke des heutigen Gegners, der durch die Niederlage in Münster aber gezwungen sein wird, selbst das Heft in die Hand zu nehmen, um die Chancen auf den Klassenerhalt nicht noch weiter zu schmälern. „Die Ausgangsposition ist klar, sie werden uns nichts schenken und versuchen aus den letzten drei Spielen alles herauszuholen, um nicht abzusteigen“, erwartet der 62-Jährige eine aktive Heimmannschaft und fordert deshalb eine „niedrige Fehlerquote“ beim Gastspiel in Sachsen: „Zwickau hat in dieser Saison schon einigen Teams aus den oberen Tabellenregionen Punkte abgenommen.“

Mit Szenarien, die einen Aufstieg bereits morgen Realität werden lassen, will sich Vollmann derweil nicht beschäftigen: „Es war klar, dass das früher oder später jemand durchrechnet, das ist für mich jedoch alles Spekulation und wird uns nicht von unserem Ziel ablenken, uns nur auf Zwickau zu konzentrieren.“
Definitiv ausfallen werden bei der Eintracht Robin Becker (zehnte gelbe Karte) ebenso wie Mike Feigenspan (muskuläre Probleme). Offen ist, ob es für Kevin Goden und Robin Ziegele reicht, die wegen Trainingsrückstandes gegen Chemnitz nicht im Kader waren. Felix Burmeister und Bernd Nehrig, die die Reise nach Chemnitz wegen Blessuren ebenfalls nicht angetreten hatten, stehen aller Voraussicht nach wieder zur Verfügung.

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