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Dükers dritter Streich in Folge rettet Punkt gegen Preußen Münster

Fußball: Eintracht-Stürmer trifft beim 3:3 in der Nachspielzeit – Schubert stellt sich vor Becker

Traf zum 3:3 gegen Münster in der Nachspielzeit: Eintrachts Julius Düker. Foto: imago

Braunschweig. Für Eintrachts Drittliga-Fußballer bleibt es im Abstiegskampf nach dem 3:3 gegen Preußen Münster weiterhin spannend. Zum dritten Mal in Folge hatte Julius Düker den Löwen vor heimischer Kulisse in der Nachspielzeit einen Zähler gerettet, der erhoffte Befreiungsschlag in Form eines Heimsiegs war jedoch ausgeblieben. Um sich dem rettenden Ufer weiter anzunähern, ist die Elf von André Schubert in der Partie beim feststehenden Absteiger aus Aalen (Sonntag 14 Uhr) auf drei Punkte angewiesen.

„Ich bin etwas zwiegespalten. Wenn du 1:3 in Rückstand liegst und kurz vor Schluss den Ausgleich machst, ist das natürlich glücklich“, kommentierte der Eintracht-Trainer die wahrhaft turbulente Partie vor 19 500 Zuschauer im Eintracht-Stadion.

Nach zwei eigenen Großchancen zu Beginn hatte er allerdings mit ansehen müssen, wie sein Team durch Gästetreffer von Simon Scherder (28.) und Martin Kobylanski (31.) früh in Rückstand geriet, vor der Pause durch Benjamin Kessels Anschlusstreffer (33.) jedoch zumindest noch eine Antwort parat hatte.

Als Kobylanski einen Freistoß sehenswert in der langen Ecke versenkte (50.), schienen die Löwen schon wie der sichere Verlierer, gaben sich jedoch nicht auf. Erst traf der eingewechselte Felix Burmeister in Torjägermanier (69.), bevor Düker den Wahnsinn nach einer Ecke von Niko Kijewski perfekt machte.

„Der Gegner war im Zentrum gut besetzt; wir haben keinen Zugriff bekommen, weil er durch die Raute oft Überzahlsituationen hergestellt hat“, erklärt der Eintracht-Trainer die Probleme seiner Mannschaft gegen die spielstarken Westfalen. Erst nach der Einwechslung von Burmeister und Mike Feigenspan sowie einer taktischen Umstellung kamen die Blau-Gelben wieder zurück ins Spiel und stellten wieder einmal ihre Moral unter Beweis.

Diese wohl wichtigste Tugend im Abstiegskampf ist noch drei weitere Male gefragt, um die zum Klassenerhalt höchstwahrscheinlich nötigen 45 Zähler zu holen. Fraglich ist, ob Robin Becker dann wieder mitwirken kann. Gegen Münster hatten die Löwen den 22-Jährigen aufgrund der überraschenden Sperre des DFB-Sportgerichts wegen einer angeblichen Beleidigung im Spiel gegen 1860 München verzichten müssen.

„Robin hat sich zu einem der besten Innenverteidiger der dritten Liga entwickelt, er ist für uns ganz schwer zu ersetzen“, bedauert Schubert den Ausfall und kritisierte erneut die Entscheidungsfindung des DFB, der Becker allein aufgrund der Aussagen der Münchner Akteure verurteilte: „Robin ist ein Vorbild an Disziplin und verliert nicht die Kontrolle. Es gab auch nach dem Spiel weder Hinweise noch Indizien, die auf eine solche Beleidigung hätten schließen lassen können. Die 1860-Verantwortlichen waren nach dem Spiel sogar noch bei uns in der Kabine und haben sich für das Verhalten ihres Spielers entschuldigt – auch dabei war keine Rede von einem solchen Vorfall.“

Genau wie seine Teamkollegen, die zum Aufwärmen Shirts mit dem Aufdruck „Für Eintracht in Vielfalt! Für Robin!“ trugen, stellte er sich vor den ehemaligen Juniorennationalspieler, dessen Einspruch gegen die fünfwöchige Sperre am Dienstag beim DFB unter Vorsitz des stellvertretenden DFB-Bundesgerichtsvorsitzenden Oskar Riedmeyer (München) verhandelt wurde.

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