E-Mobilität aus Muskelkraft | Neue Braunschweiger
13. Februar 2020
Buntes

E-Mobilität aus Muskelkraft

Weltrekordversuch: Rund 2000 Aktive wollen einen VW ID.3 mit Spinningrädern laden

Wollen den Rekord gemeinsam stemmen (v.l.): Dr. Thomas Lampe (Vorsitzender des Vereins Weggefährten), Veranstalter Ralph Butzin, Klinikclown Tania Klinger alias „Feodora“, Dr. Andreas Goepfert (Geschäftsführer Klinikum), Frank Fiedler (Mitglied des Vorstands der Volkswagen Financial Services AG) und Otto Joos (VW Geschäftsfeldleiter Fahrwerk). Foto: Andreas Konrad

Braunschweig. Strampeln für Strom – und das für einen guten Zweck. In der Nacht von Freitag, 21. Februar, auf Samstag, 22. Februar, möchten rund 2000 Aktive auf 100 Spinningrädern so viel Strom erzeugen, dass ein Volkswagen ID.3 damit mindestens 100 Kilometer weit fahren kann. Das wäre Weltrekord!

Um 18 Uhr geht es in Halle 32 A der Volkswagen Group Components, Carl-Giesecke-Straße, los. „Wir haben vor zwei Jahren in Osnabrück bereits genug Strom erzeugt, um damit einen VW Elektro-Up 120 Kilometer weit fahren zu lassen“, erzählt Veranstalter Ralph Butzin. Das ist natürlich gemessen an der Strecke, die die Radfahrer dafür in den Beinen haben werden, eher wenig, aber es soll bei der Aktion nicht der Vergleich des Wirkungsgrades zwischen E-Auto und Fahrrad im Vordergrund stehen, wie Butzin versichert.

Der Strom wird 24 Stunden lang mit handelsüblichen Dynamos an den Rädern erzeugt und direkt in Ladestrom für die Batterie des ID.3 umgewandelt. Ein großes Display bebildert jederzeit den aktuellen Ladezustand des Autos. Für die technische Umsetzung reist extra ein Team der Jade Hochschule Wilhelmshaven an, an der das Projekt „Auto mit Muskelkraft laden“ ursprünglich einmal durch eine Bachelor-Arbeit entstanden ist.

Am Samstag um 18 Uhr soll der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies, schließlich mit dem ID.3 direkt aus der Halle starten. Das Ziel: Eine mindestens 100 Kilometer lange Fahrt rund um die Stadt mit Ende im Penta Hotel, Auguststraße. Dort wird Olaf Kuchenbecker, Deutschlands oberster Rekordrichter, auf den Tachometer schauen. Da bislang noch niemand diesen Rekord mit dem neuen ID.3 versucht hat, gilt eine Laufleistung ab 100 Kilometer als Weltrekord.

Unterstützt wird die Aktion von Volkswagen und Volkswagen Financial Services. Die Erlöse aus Startgeldern und Spenden – erwartet wird eine kleinere fünfstellige Summe – gehen an das Projekt „Klinikclowns“ des Vereins Weggefährten in Zusammenarbeit mit dem Städtische Klinikum

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