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„Egal wie wir ticken, hier bekommen wir eine Chance“

Die Lebenshilfe eröffnete ein neues Berufsbildungszentrum in der Fabrikstraße

Detlef Springmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe, und Oberbürgermeister Ulrich Markurth im Gespräch.  Foto: Lebenshilfe / Elke Franzen

Westliches Ringgebiet. Die Aufregung war ihr anzumerken. Aber auch der Stolz.

Gemeinsam mit Vorstand und Geschäftsführung der Lebenshilfe sowie Oberbürgermeister Ulrich Markurth eröffnete Natalie Dittrich das neue Berufsbildungszentrum in der Fabrikstraße 1F. „Egal wie wir ticken, und was wir schon können – jeder von uns erhält hier eine passende Ausbildung“, betonte die Jugendausbildungsvertreterin.

Das nach anderthalb Jahren fertiggestellte Gebäude bietet Platz für 120 junge Menschen mit Beeinträchtigungen und soll Perspektiven für einen Start ins Berufsleben ermöglichen.
Angeboten wird eine zweijährige Ausbildung in verschiedenen Bereichen wie Garten- und Landschaftspflege, Küche, Textil, Bürodienste, Lagerlogistik oder Metall- und Holzverarbeitung. Am Schluss steht ein Zertifikat.

„Praktikum und Ausbildung sind für uns von vielen Fragen abhängig: Ist es dort leise oder laut? Ist es körperlich anstrengend oder eher nicht? Arbeite ich mit anderen im Team? Und: Habe ich Kunden, die ich bediene“, erklärte Dittrich.

Mit ihrem jetzt eröffneten Berufsbildungszentrum schafft die Lebenshilfe eine „Startrampe und eine Basis“, betonte Dr. Hans-Joachim Beinroth vom Vorstand der Lebenshilfe. “Arbeit für Menschen mit Beeinträchtigungen bedeutet schon lange nicht mehr nur in einem Werkstattgebäude zu arbeiten“, so Beinroth. Sie würden sich bereits als Küchen- und Alltagshelfer im Schulcatering, im Gartenbau und im Hausmeisterbereich einbringen.

Rund zehn Millionen Euro hat das neue Gebäude gekostet – für Oberbürgermeister Ulrich Markurth dennoch gut angelegtes Geld. „Die Zukunft junger Menschen mit Beeinträchtigung hängt in der heutigen Berufswelt entscheidend davon ab, ob sie eine qualifizierte Ausbildung erhalten.

Das wird und kann ab sofort das Berufsbildungszentrum gewährleisten.“ Mit diesem Projekt setze die Lebenshilfe ein starkes Zeichen. „Es macht deutlich, dass wir in mehr Vielfalt leben wollen – und können“, so der OB.

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