Ein Auftritt ohne Leidenschaft

Basketball: Eintracht verliert zu Hause und muss ins Abstiegs-Endspiel

Shawnte Goff. Foto: imago/SH

Wolfenbüttel. In ihrem wohl wichtigsten Heimspiel der Saison sind die Bundesliga-Basketballerinnen von Eintracht Braunschweig Lionpride brutal unter die Räder gekommen. Bei der 50:78-Pleite gegen die BG 74 Göttingen präsentierten sich die abstiegsbedrohten Löwinnen in der Lindenhalle Wolfenbüttel nicht wie ein Erstligist.

Schon zur Pause war die Begegnung beim Stand von 22:44 eigentlich entschieden. Leidenschaftslos und einfach heillos unterlegen war die von Peter Kortmann trainierte Heimmannschaft bis dahin aufgetreten. „Nach den vergangenen drei Partien muss ich mich als Spielerin doch fragen: Was mache ich hier in der ersten Halbzeit eigentlich?“, war der Trainer wegen der beinahe chronischen Startschwäche seines Teams frustriert.

Kortmann bemängelte vor allem die lasche Verteidigung gegen das eigentlich offensivschwächste Team der Liga. Zudem setzten die Blau-Gelben seine Anweisungen in der Offensive nicht um, zogen gegen die hochgewachsenen Göttingerinnen stattdessen immer wieder kopflos zum Korb und verloren dabei den Blick für die Mitspielerin. Die beiden US-Center-Spielerinnen Janae Smith und Maggie Mulligan trafen in der Partie zusammen nur drei ihrer 21 Würfe aus dem Feld. Die Team-Quote von 24 Prozent: erbärmlich!

So erwischte auch die schwedische Scharfschützin Matilda Claesson mit nur drei Punkten einen rabenschwarzen Tag. Zumindest US-Aufbauspielerin Shawnte Goff versuchte nach der Pause noch dagegenzuhalten, erzielte 16 ihrer 19 Punkte. Doch sie bekam zu wenig Hilfe.

Im Saisonfinale am Samstag (19 Uhr) tritt die Eintracht nun beim TV Saarlouis an, mit einem Sieg hätte sie den Klassenerhalt trotzdem sicher. Ansonsten muss sie aus Schützenhilfe der Angels aus Nördlingen hoffen, die in Chemnitz gastieren und den Tabellenletzten mit einem Sieg in die 2. Liga schicken können.

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