„Ein Bestätigung wäre hilfreich“ | Neue Braunschweiger
15. Mai 2020
Sport

„Ein Bestätigung wäre hilfreich“

Keine Corona-Fälle bei Eintracht – Antwerpen wartet auf einen klaren Starttermin

Marco Antwerpen. Foto: imago

Braunschweig. Gute Nachrichten gab es für Eintracht am Donnerstag. Auch die zweite Corona-Testreihe von Spielern, Trainern und Betreuern förderte ausschließlich negative Resultate zutage. Sicherheit, dass es wie geplant am 26. Mai weitergehen kann gibt es aktuell jedoch noch nicht.

„Das sind sehr sehr gute Nachrichten“, freut sich Marco Antwerpen über die Tatsache, dass keine Corona-Fälle bei Eintracht zu vermelden sind und der Übungsbetrieb weitergehen kann, vielleicht schon bald mit regulärem Mannschaftstraining. Für Unsicherheit sorgt allerdings der noch immer unklare Starttermin. Am 25. Mai findet ein außerordentlicher DFB-Bundestag statt, tags darauf soll der Ball wieder rollen. „Das macht die ganze Sache schwierig, eine Bestätigung, dass es dann auch losgeht, wäre für uns sehr hilfreich“, so Antwerpen, der deshalb im Training nur „von Tag zu Tag“ planen kann: „Wir probieren alles zu trainieren, was man mit Ball und im athletischen Bereich machen kann, hoffentlich dürfen wir bald auch Zweikämpfe üben.“

Trotz der unsicheren Lage sieht der 48-Jährige in seiner Mannschaft ein hohes Maß an Motivation: „Alle ziehen gut mit, die Stimmung ist ebenfalls gut.“ Läuft alles nach Plan, treffen die Löwen im ersten Geisterspiel auf die Mannschaft von Viktoria Köln. Leistungsstärke und Taktik der Rheinländer zu beurteilen, könnte sich allerdings als komplizierte Angelegenheit entpuppen, da das letzte Match, ein 2:1 gegen Preußen Münster, über zwei Monate zurückliegt. Zugutekommen könnte Eintracht deshalb die Tatsache, dass Antwerpen und Assistent Kurtulus Öztürk bis Dezember 2017 bei den Kölnern an der Bande standen und den Verein deshalb besser kennen als manch anderen Gegner. Leistungsträger wie Kevin Holzweiler oder Simon Handle wechselten beispielsweise während Antwerpens Amtszeit zu den Höhenbergern, auch Ausnahmespieler Mike Wunderlich war bereits unter ihm aktiv „Ich kenne noch viele Spieler und kann die Mannschaft deshalb vielleicht noch ein bisschen besser vorbereiten“, schmunzelt der 48-Jährige, macht aber auch klar, dass er auch bei den darauffolgenden Gegnern keine Probleme in Sachen Vorbereitung sieht: „Wir kennen uns mit jeder Mannschaft aus, wissen über Schlüsselspieler und Systematik Bescheid und welche Philosophie der Trainer verfolgt.“

Von seiner Mannschaft fordert er das sofortige Abrufen der maximalen Leistungsfähigkeit, um schnellstmöglich die nur drei Zähler entfernte Aufstiegszone zu erreichen. Dies könnte unter Umständen schon vor dem eigentlichen Saisonende entscheidend sein. Würde der Spielbetrieb durch eine Häufung von Corona-Fällen abermals abgebrochen, wäre dies wahrscheinlich gleichbedeutend mit dem endgültigen Saisonende und der Wertung der dann entstandenen Tabellenkonstellation: „Natürlich müssen wir die Spieler darauf vorbereiten, dass es auch in so eine Richtung gehen könnte, in jedem Fall gilt es, möglichst schnell unsere einhundert Prozent zu erreichen.“

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