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„Ein bis zwei Fehler zu viel gemacht“

Eintracht: Samstag „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Großaspach – Kessel zur Anhörung beim DFB

Die Löwen Marcel Bär und Robin Becker gegen Ulrich Taffertshofer (Osnabrück). Foto: imago

Braunschweig. Beim 0:1 gegen den VfL Osnabrück blieben Eintrachts Drittliga-Fußballer zum zweiten Mal hintereinander ohne Sieg. Außerdem rutschte die Mannschaft von André Schubert durch den glücklichen 1:0-Erfolg der SG Sonnenhof Großaspach über 1860 München vorerst wieder unter den Strich.
Die Blau-Gelben empfangen die Aspacher am Samstag um 14 Uhr zum direkten Duell und können sich mit einem Sieg wieder vor die SGS schieben.
„Wir haben ein bis zwei Fehler zu viel gemacht und das hat der Gegner bestraft“, resümierte Trainer Schubert und bemängelte vor allem das Auftreten in der ersten Halbzeit, als sich seine Spieler nicht entschlossen genug gezeigt hatten: „Wir haben keinen Zugriff bekommen, auch weil wir nicht so gespielt haben, wie wir es vorher besprochen hatten.“ Damit waren vor allem die zu großen Abstände zwischen den Ketten gemeint, die es dem Tabellenführer erlaubten, immer wieder offensive Nadelstiche zu setzen.

Letztlich war es Schubert auch egal, dass die Führung der Hausherren eher glücklich fiel, als Torjäger Benjamin Girth einen Schuss noch per Kopf abfälschte. „Es nützt nichts, der Ball war drin. Wir wussten, dass sie im Strafraum torgefährlich sind“, suchte der 47-Jährige keine Ausreden, bescheinigte seiner Elf aber einen deutlich besseren Auftritt im zweiten Durchgang.

Insgesamt sah der Coach zwischen dem fast sicheren Aufsteiger und seinem Team keinen riesengroßen Unterschied, bemängelte zum Ende hin aber die Präzision im Abschluss, die einen möglichen Ausgleich verhindert hatte.

„Vielleicht ist es Qualität, die man sich Woche für Woche erarbeiten muss, um vor dem Tor platzierter zu werden, das ist ein Trainingsprozess“, sieht Schubert Handlungsbedarf in den bevorstehenden Übungseinheiten und wünscht sich von seinen Offensivspielern, „vor dem Tor ruhiger abzuschließen, den Ball besser zu platzieren und sauberer zu treffen.“

Dies wird gegen Aspach eine wichtige Qualität sein. Zum einen handelt es sich bei dem ersten Aufeinandertreffen im Eintracht-Stadion überhaupt um ein „Sechs-Punkte-Spiel“, zum anderen stellt die SGS gemeinsam mit dem Karlsruher SC die zweitbeste Abwehr der Liga.

„Wir werden versuchen, das optimale Ergebnis zu erzielen, das wird sicherlich nicht einfach, denn Großaspach spielt ebenfalls eine gute Rückrunde und steht sehr kompakt“, weiß Schubert.

Neben dem VfL Osnabrück, der vor einigen Wochen mit 0:2 gegen die Aspacher verloren hatte, sorgte am Montag auch 1860 München mit einer 0:1-Niederlage dafür, dass die Aspacher im Abstiegskampf nicht ins Hintertreffen geraten.

Schützenhilfe von anderen Teams spielt ohnehin keine Rolle für den Fußball-Lehrer: „Wir sind auf uns selbst angewiesen und müssen die Punkte selber holen.“ Verzichten muss Eintracht dabei auf Kapitän Stephan Fürstner, der gegen die Lila-Weißen die fünfte Gelbe Karte sah.

Fraglich ist, ob Benjamin Kessel Ungemach droht. Der Abwehrspieler wurde in dieser Woche vom DFB zu einer Anhörung zu den Vorfällen im Spiel gegen 1860 gebeten. Die Münchner behaupten, dass der 31-Jährige Kodjovi Koussou beleidigt habe, bevor er von Gegenspieler Efkan Bekiroglu angespuckt worden war.

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