Ein Eigentor führt ins Debakel

Fußball: Eintracht unterliegt Kaiserslautern mit 1:4 – Stimmungsboykott in der Anfangsphase

Theodor Bergmann (1. FC Kaiserslautern) und Stephan Fuerstner

Braunschweig. Mit 1:4 (1:1) endete gestern Abend die Partie zwischen Eintracht und dem 1. FC Kaiserslautern und bescherte den Löwen einen bitteren Start in die englische Woche. Nach einem Torwartfehler von Marcel Engelhardt beim 0:1 schien die Elf von Henrik Pedersen nach dem Ausgleich von Leandro Putaro kurz vor der Pause auf einem guten Weg. Ein unglückliches Eigentor von Malte Amundsen wendete das Spiel jedoch zugunsten der Gäste. Beim Auswärtsspiel gegen den SV Meppen am kommenden Samstag sind drei Zähler fast schon Pflicht, um nicht ganz tief im Abstiegsstrudel zu versinken.

Das Spiel begann in ungewohnt stiller Atmosphäre, da sich die Anhänger beider Lager an der bundesweiten Protestaktion gegen DFL und DFB beteiligten und in den ersten Minuten der Partie keine Fangesänge angestimmt wurden. Auch auf dem Rasen passierte zunächst wenig. Zwar landeten hüben wie drüben einige Bälle im Strafraum, gefährlich wurde es zunächst aber nicht. Dann fiel aus heiterem Himmel die Gästeführung: Eintrachts Abwehr zeigte sich bei einem Einwurf nicht sortiert, Christian Kühlwetter zog ab und traf mit einem strammen aber haltbaren Schuss mittig ins Netz (14.).

Nachdem die Fankurven den Stimmungsboykott beendet hatten, ging es auch auf dem Rasen wieder lebhafter zur Sache. Timmy Thiele lief allein auf Engelhardt zu, setzte seinen Lupfer jedoch neben den Kasten (20.). Auch Eintracht wurde mutiger und kam zu mehreren Chancen. Kurz vor der Pause zahlten sich die Angriffsbemühungen der Löwen endlich aus: Nach einer unübersichtlichen Situation landete der Ball am linken Fünfereck bei Leandro Putaro, der trocken zum Ausgleich vollendete (43.). Onur Bulut scheiterte in der Nachspielzeit mit einem Freistoß, bevor es mit einem gerechten Remis in die Pause ging.

Den zweiten Durchgang begannen beide Teams offensivbetont, doch jubeln konnten zunächst nur die Gäste: Amundsen versuchte im Fünfmeterraum eine Hereingabe zu klären und traf dabei ins eigene Tor (54.). Dann folgte für die Löwen die nächste kalte Dusche: Gustav Valsvik wehrte einen Ball im Strafraum unglücklich ab, Kühlwetter überwand Engelhardt zum zweiten Mal(60.). Zwar fuhren die Löwen wütende Angriffe, waren aber offen für Konter und hatten Glück, dass Engelhardt gegen Theodor Bergmann auf dem Posten war (62.). Eintracht kam trotz weiterer dynamischer Angriffsbemühungen nicht mehr zu klaren Torchancen. Die Lauterer verteidigten hingegen clever und machten kurz vor Schluss den Deckel auf die Partie, als Christoph Hemlein einen Konter zum 1:4 abschloss (88.).

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