Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Freiheit

30 Jahre nach dem Mauerfall: Manfred Casper stellt seine autobiografische Erzählung vor

Manfred Casper. Foto: oh

Innenstadt. Vielen ist Manfred Casper aus seiner Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Region Braunschweig bekannt. Jetzt ist er auch unter die Buchautoren gegangen, stellt am Montag, 11. November, von 20.15 Uhr an seine autobiografische Erzählung „Vom Wachsen der Flügel“ in der Buchhandlung Graff vor.

Es ist sein Beitrag zum 30. Jahrestag des Mauerfalls. Viele haben schon fast vergessen, was vorher war. Nicht alles war schlecht, aber auch nicht alles gut. Manfred Casper selbst hat lange gezögert, sich seinen Erinnerungen zu stellen. Für ihn war dieses Kapitel eigentlich abgeschlossen, bis er mehr und mehr zu der Einsicht gelangte, dass es wichtig ist, was Zeitzeugen zu berichten haben.

„Vom Wachsen der Flügel“ wird am Montag bei Graff vorgestellt.

Das Buch, das aktuell im Johann-Heinrich-Meyer-Verlag erschienen ist, schildert, wie aus dem behütet in Stollberg aufgewachsenen Jungen ein jugendlicher Systemgegner geworden ist. Als junger Baumaschinist verließ der 18-Jährige 1969 seine Reisegruppe am bulgarischen Schwarzmeerstrand, zog tagelang illegal durch Bulgarien, wurde an der jugoslawischen Grenze unter dramatischen Umständen festgenommen und kam in Haft. Auszüge aus seiner umfangreichen Stasi-Akte mit dem Operativvorgang „Häftling“ belegen das Erzählte.
Das Buch zeichnet einen deutschen Lebenslauf auf, ist aber gleichsam eine Erzählung über den Wert und die Verletzlichkeit der Freiheit.

Der Eintritt zu der Lesung beträgt zehn Euro.

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