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Ein Löwen-Sieg wäre eine Sensation

Basketball-Bundesliga: Braunschweig tritt am Sonntag beim Spitzenreiter in München an

Dejan Kovacevic bricht heute mit den Löwen in seine Heimatstadt München auf. Foto: Hübner

Braunschweig. Diese Reise hätten sich die meisten Vereine der Basketball-Bundesliga in den vergangenen Jahren wohl lieber erspart: Beim Deutschen Meister FC Bayern München gibt es – ähnlich wie im Fußball – nur für die wenigsten Klubs etwas zu holen. Am Sonntag (16.30 Uhr) versuchen die Löwen mal wieder ihr Glück in der bayerischen Landeshauptstadt.

Wie unwahrscheinlich es ist, dass der Tabellenneunte am Sonntag Zählbares aus München entführen kann, zeigt ein Blick auf die Heimbilanz des Spitzenreiters. Nach 13 Partien sind die Bayern im Audi-Dome weiter ungeschlagen und haben damit als einziges Team der Liga noch eine weiße Heimweste. Die Löwen auf der anderen Seite haben auf fremdem Parkett oft Probleme und konnten nur vier ihrer 14 Auswärtspartien für sich entscheiden. Alles in allem also keine guten Voraussetzungen für eine Überraschung an der Isar.

Ein Spieler der Braunschweiger wird die Fahrt nach München dennoch mit Freude antreten. Dejan Kovacevic ist ein echtes „Münchner Kindl“, dort geboren und aufgewachsen. Von 2013 bis 2017 ging er zudem für den FC Bayern auf Korbjagd. Ob Kovacevic morgen viel Spielzeit bekommen wird, ist allerdings eher fraglich – wenn überhaupt, dann kam er bei den Löwen bisher nur zu Kurzeinsätzen.

Den besten davon zeigte er vor einer Woche beim furiosen Comeback-Erfolg gegen die Gießen 46ers, als Interimstrainer Steven Clauss den jungen Center im dritten Viertel für dreieinhalb Minuten aufs Feld schickte – und dieser sich mit vier Punkten, einem schönen Anspiel und weiteren guten Aktionen für mehr Einsatzzeit empfahl. „Dejan hat in den vergangenen Wochen sehr, sehr hart trainiert, um sich Spielminuten zu erkämpfen. Heute hat er Scott Eatherton mehr als entlastet, für uns das Spiel mit zurückgeholt und gezeigt, dass wir ihn brauchen“, lobte Clauss nach dem 105:101-Heimsieg den couragierten Auftritt des 22-Jährigen Doppellizenzspielers.

Gegen den FC Bayern bekommen es Kovacevic, Klepeisz und Co. mit der Übermannschaft der Liga zu tun, die auf jeder Position mindestens zwei bockstarke Spieler aufbieten kann. Bei ihrem überdeutlichen 87:61-Sieg in der VW-Halle standen elf Münchener mehr als elf Minuten auf dem Feld, aber keiner mehr als 23 – Ausgeglichenheit ist im Team von Trainer Dejan Radonjic Trumpf.

Im direkten Vergleich spricht die Bilanz (13-2) ebenfalls für den Deutschen Meister. Dass sie in München durchaus gewinnen können, zeigten die Löwen letztmalig im März 2015 (80:76).

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