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Ein Nationalspieler verstärkt den jungen Kader

Basketball-Bundesliga: Mit Neuzugang Karim Jallow ist die Löwen-Mannschaft komplett

Fünfmal lief Neu-Löwe Karim Jallow (links) bereits für Henrik Rödls A-Nationalteam auf. Foto: Tilo Wiedensohler/camera4/oh

Braunschweig. Die ersten Spieler sind bereits eingetrudelt, in der kommenden Woche wird Cheftrainer Pete Strobl das erste Mal zum Mannschaftstraining bitten: Da passt es, dass die Löwen nun auch ihren letzten Neuzugang für die im September beginnende Erstliga-Saison präsentiert haben.

Und der ist gewiss kein schlechter: Rund 24 Stunden nach seiner Vorstellung an der Oker geisterte der Name Karim Jallow vorgestern erneut durch die Medien – und zwar auf der Nominierungsliste der deutschen A-Nationalmannschaft für die Vorbereitung auf die WM in China (31. August bis 15. September). 16 Spieler, darunter fünf NBA-Profis, hat Bundestrainer Henrik Rödl nominiert, vier werden noch aussortiert. Doch egal, ob er am Ende gemeinsam mit NBA-Star und Löwen-Gesellschafter Dennis Schröder um den WM-Titel spielen darf: Für die Braunschweiger dürfte der 22-jährige Jallow, der als Shooting Guard und Small Forward zum Einsatz kommen könnte, auf jeden Fall ein Gewinn sein.

Der gebürtige Münchner, der viele Jahre beim FC Bayern ausgebildet wurde, ehe er vergangene Saison nach Ludwigsburg ausgeliehen war, hat in Braunschweig einen Dreijahresvertrag unterschrieben und soll mittelfristig „zu einer tragenden Säule unseres Teams werden“, wie Geschäftsführer Sebastian Schmidt klarstellt. In Ludwigsburg kam Jallow in 25 Partien, davon vier in der Startfünf, auf 5,7 Punkte pro Partie. Die Korbgefahr seines Löwen-Vorgängers DeAndre Lansdowne darf man von dem 1,98-Meter-Mann mit gambischen Wurzeln also nicht auf Anhieb erwarten. Dass er die Rolle als erste Offensiv-Option im Angriff aber durchaus anzunehmen bereit ist, bewies er im Juli bei der Universiade in Neapel, wo er mit 13,2 Zählern Topscorer der A2-Nationalmannschaft wurde, die im Endklassement auf Rang fünf landete.

Da verwundert es nicht, dass sich Löwen-Trainer Strobl auf die Arbeit mit dem fünffachen A-Nationalspieler freut. „Karim ist lang, schnell und athletisch. Er spielt mit einem so großen Motor, dass er mit seinem Einsatz allein Spiele beeinflussen kann. Obwohl er sich bereits auf BBL-Niveau bewiesen hat, sehe ich noch viel Raum für Verbesserung in seinem Spiel“, sagt der Basketball-Lehrer, der sich besonders die Talentförderung auf die Fahnen geschrieben hat. Mit acht Profis unter 23 Jahren im 13 Spieler zählenden Löwen-Kader dürfte Strobl in dieser Hinsicht die Arbeit so schnell nicht ausgehen.

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