„Ein Punkt, mit dem wir leben können“ | Neue Braunschweiger
10. April 2018
Sport

„Ein Punkt, mit dem wir leben können“

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht trennt sich 1:1 von Dresden – Sonntag gegen Darmstadt

Von Elmar von Cramon, 10.04.2018

Braunschweig. Spielerisch konnte Eintracht Braunschweig gegen Dynamo Dresden nicht überzeugen, erreichte mit dem 1:1 lediglich das Minimalziel, den Konkurrenten nicht an sich vorbeiziehen lassen zu müssen. Durch den Teilerfolg und die gleichzeitige Niederlage Heidenheims in Nürnberg vergrößerte sich der Abstand zum Relegationsrang vor der Partie in Darmstadt auf drei Zähler.
„Ein Punkt, mit dem wir leben können und müssen“, lautet das Fazit von Marc Arnold im Bezug auf das Spiel gegen die Sachsen. Die Blau-Gelben knüpften zu Beginn an das 0:2 gegen Bochum in der Vorwoche an. „Wir haben in der ersten Halbzeit verunsichert begonnen und können froh darüber sein, vor der Pause den Ausgleich markiert zu haben“, fand der Sportliche Leiter der Löwen, der im zweiten Durchgang eine Leistungssteigerung sah: „Wir kamen besser ins Spiel und hätten mit etwas Glück durch Philipp Hofmanns Kopfball schnell in Führung gehen können.“ Dieser hatte zuvor die einzige echte Torchance zum Ausgleich genutzt und auch ansonsten ein gutes Spiel gezeigt. „Das Tor hat er sich redlich verdient“, lobt der 47-Jährige den Winterneuzugang von Greuther Fürth.

Ein anderer Neuzugang blieb dagegen blass: Louis Samson, der zum ersten Mal seit vier Monaten wieder in der Startelf stand, präsentierte sich als „Sechser“ äußerst fahrig und leitete mit einem Ballverlust den Gegentreffer ein. Torsten Lieberknecht ließ den ehemaligen Auer zur Pause folgerichtig in der Kabine. „Wir hätten uns eine andere Körpersprache von ihm gewünscht. Er ist aber noch ein sehr junger Spieler und wird aus dem Spiel lernen, um seine Chance das nächste Mal besser zu nutzen“, sagte der Eintracht-Manager über den „gebrauchten Tag“ des 22-Jährigen.

Eigentlich hätte Samson den Platz schon vor der Halbzeit verlassen sollen, allerdings verletzte sich Suleiman Abdullahi just in dem Moment, als Samson-Ersatz Quirin Moll das Feld betreten wollte, so dass stattdessen Domi Kumbela eingewechselt wurde. Der Nigerianer klemmte sich das Fibulaköpfchen im linken Knie ein und absolviert zunächst individuelle Trainingseinheiten. „Wir werden sehen, ob es für die Partie in Darmstadt reicht“, gibt sich Arnold abwartend.
Weiterhin fehlen wird dort vermutlich Christoffer Nyman (Adduktorenprobleme). Wieder ins Training eingestiegen sind hingegen Ken Reichel und Salim Khelifi. Auch Julius Biada und Steve Breitkreuz trainieren wieder mit dem Team, haben aber noch Trainingsrückstand. Die „Lilien“ erwartet Arnold aufgrund der Tabellensituation kampfbetont: „Darmstadt ist ein sehr physisches Team, sie werden alles versuchen, gegen uns einen Sieg zu landen. Für uns geht es darum, dagegenzuhalten und auswärts etwas Zählbares mitzunehmen.“

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