Ein schöner Brauch unter Freunden | Neue Braunschweiger
18. Mai 2019
Menschen

Ein schöner Brauch unter Freunden

Seit 2011 treffen sich in Braunschweig Vertreter verschiedener Religionen zum Fastenbrechen

Feierten das Fastenbrechen gemeinsam: (von links): Saban Yabas, der Vorsitzende des Rates der Muslime in Braunschweig, Bambang Susanto, der Generalkonsul der Republik Indonesien, Oberbürgermeister Ulrich Markurth, die Referentin Riem Spielhaus, Islamwissenschaftlerin an der Uni Göttingen und Leiterin der Abteilung Wissen im Umbruch am Georg-Eckert-Institut, und dere evangelische Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer. Foto: Philipp Ziebart/BestPixels.de

Innenstadt. Ein schöner Brauch: Seit 2011 feiern die großen Religionen in Braunschweig gemeinsam das Fastenbrechen im Ramadan in der Dornse.

Da es schon damals mehrere muslimische Gemeinden in Braunschweig gab, war es für den damaligen Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann kaum zu schaffen, alle Gemeinden zum Fastenbrechen zu besuchen. Da kam die Idee zum gemeinsamen Treffen genau richtig.

Und jetzt ist es schon eine „lebendige Tradition der Gastfreundschaft“, wie Oberbürgermeister Ulrich Markurth zu den Gästen in der Dornse sagte. „Es ist ein wichtiges Zeichen der Toleranz und des Respekts vor Kulturen und Religionen, wenn religiöse Feste gemeinsam gefeiert werden“, fügte er an.

Grußworte gab es von Saban Yabas, Vorsitzender des Rats der Muslime in Braunschweig, und dem evangelischen Landeskirchenrat Thomas Hofer. Gastrednerin Riem Spielhaus, Professorin für Islamwissenschaft, appellierte in ihrem Vortrag an gegenseitige Geduld und an Durchhaltevermögen. „Das Fastenbrechen in Braunschweig ist jedenfalls ein gelungenes Beispiel für eine gelebte Praxis des Dialogs“, sagte sie.

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