Ein Sieg noch bis zum Endspiel

Football: Lions erwarten im Halbfinale die Mannschaft von Frankfurt Universe

Headcoach Troy Tomlin. Foto: Susanne Hübner

Braunschweig. Noch ein Sieg trennt die Bundesliga-Footballer der New Yorker Lions vom Einzug ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft.

Auf dem Weg ins sechste Finale in Folge geht es am Samstag ab 18 Uhr im Eintracht-Stadion gegen Frankfurt Universe.
Keine leichte Aufgabe: Beim bisher letzten Aufeinandertreffen setzten sich die Lions ganz knapp mit 20:19 durch–
und feierten so seinerzeit mit dem Gewinn im Eurobowl den ersten Titel der Saison.

Auch im letzten Liga-Duell ging es denkbar knapp zu. Vor einem Jahr gastierten die Frankfurter ebenfalls zur Halbfinal-Partie in Braunschweig. Damals gewannen die Lions 23:21. Die „Men in Purple“ haben also mehr als genug Anlässe, um Motivation für das Spiel zu finden.

Getrübt wird die Vorfreude auf das Spiel im Lager der Gäste durch eine angespannte finanzielle Lage.
Bereits zurzeit befindet sich Universe in der Insolvenz und musste unter der Woche auch noch den Rückzug des Hauptsponsors verkraften. Das kommende Jahr wird also zunehmend schwerer für die Frankfurter zu planen und zu bestreiten.

Umso mehr wollen sie sich auf die Gegenwart konzentrieren. Vor einer Woche setzten sie sich mit 6:5 knapp gegen die Berlin Rebels im Viertelfinale durch. Gegen den doppelten Lions-Bezwinger aus der Hauptstadt behielten die Frankfurter in einer wahren Regenschlacht die Oberhand und sammelten weiter Selbstvertrauen.

Die reguläre Saison in der Südstaffel beendete Universe auf dem zweiten Platz, verlor einzig beide Spiele gegen Schwäbisch Hall. Das aber auch jeweils mit 7:17 und 9:12 ziemlich knapp. Für den Angriff der Gäste aus der Mainmetropole zeichnet US-Quarterback Andrew Elffers verantwortlich.

Insgesamt erzielten die Frankfurter 510 Punkte, konnten sich dabei insbesondere auf seine Passempfänger Timothy Thomas und David Giron Jansa verlassen. Das Laufspiel ruht derweil auf mehreren Schultern.

Die Abwehr der „Men in Purple“ derweil ließ wenig anbrennen: Lediglich 143 Punkte ließen sie zu und stellten damit die beste Abwehr aller 16 Bundesligisten.
Das wird die Braunschweiger fordern. Bei dem 54:14-Sieg gegen die Munich Cowboys agierte der Angriff der Lions zwar wieder verbessert, muss sich aber weiter steigern, um einen Sieg einzufahren.

„Nur wenn wir unser Bestes geben, diszipliniert und fehlerfrei bleiben, sowie die notwendigen Tackles und Blocks einwandfrei ausführen, können wir das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden“, unterstreicht Lions-Cheftrainer Troy Tomlin und bezieht auch die Abwehr mit ein. Die muss dem Lions-Angriff den Rücken frei halten.

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